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Synergien für Kultur lieber bei den Chefs suchen – nicht bei Ü30-Partys

Angebliche „Konkurrenz“ zwischen Brauerei und Stadthalle springt am Thema „Einsparmöglichkeiten“ vorbei

Wie können die Lindenbrauerei, die Stadthalle und der städtische Kulturbereich im Rathaus enger zusammenarbeiten und Synergieeffekte erzielen, sprich: Kosten sparen? Diese Frage steht in dieser Woche auf dem Programm des „Lenkungsausschusses“, der sich mit einer neuen Struktur für Unnas Kulturarbeit beschäftigt.

Und dabei ist es nach Ansicht aktiver Kulturkonsumenten verfehlt, kleinkarierte die unterschiedlichen Ü30-Partys in Frage zu stellen – die in der Stadthalle und jene in der Lindenbrauerei. Wer diese Partys einmal selbst besucht hat, weiß, dass die jeweiligen Besucherkreise komplett unterschiedlich sind und das Heraufbeschwören von Konkurrenz, gegenseitigem Besucherwegschnappen, „Kannibalisierung“ gar faktisch Unsinn ist.

Ü-Party in der Linde – egal ob für Leute über 30, über 40, ob die Ü40-Party de Luxe oder die Ü50-Sause  – zieht ganz überwiegend reines Unnaer Stammpublikum an. Hingegen reist das Publikum der großen Stadthallenparty regelmäßig bis aus dem Sauerland, aus dem Münsterland sowie aus dem tiefen Ruhrgebiet nach Unna an.  Klaus Göldner, Fraktionschef Freie Liste/Freie Wähler (FLU/FW), sieht eine „Konkurrenz“ zwischen solch unterschiedlichen Partykonzepten ebenfalls nicht gegegeben. Er schlägt vor, Synergien – und somit Spar-Effekte – lieber ganz oben zu suchen, an der Spitze: bei den Leitungsgremien. Wieso muss es für jeden der drei Kultursäulen – Kulturzentrum, Stadthalle und dem Fachbereich im Rathaus – eine eigene Chefin bzw. einen eigenen Chef geben? Wieso nicht, stellt Göldner eine Überlegung in den Raum, eine übergreifende „Doppelspitze“ für die gesamte Unnaer Kulturarbeit etablieren – bestehend aus einem Wirtschaftsfachmann/einer Wirtschaftsfachfrau mit ausgewiesenem kaufmännischen Sachverstand sowie einer ausgewiesenen Fachkraft für die Kultur? Ganz ähnlich sind z. B. die Stadtbetriebe aufgestellt, argumentiert Göldner: „Sie haben einen technischen und einem kaufmännischen Leiter. Ich habe diese Doppelspitze selbst damals massiv bekämpft. Und heute? Sehe ich, wie außerordentlich erfolgreich es arbeitet, und gratuliere ihm dazu.“ (sia)

 

 

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