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„Sturzereignisse“ in der Fußgängerzone: Wie viele wann in welchem Zeitraum?

Nach der implizierten Inzweifelstellung von Stürzen auf dem maroden Bummelzonenpflaster durch die CDU ist auf Rundblick Unna, mehr aber noch auf Facebook eine Lawine von Kommentaren losgebrochen. Wir veröffentlichen die Anfrage hier im Wortlaut, die Ratsmitglied Carsten Morgenthal (Foto) am Mittwoch im Stadtentwicklungsausschuss an die Verwaltung  stellte. Zusätzliche Bemerkungen, die während der Sitzung fielen, sind hier nicht noch einmal aufgeführt – hierzu siehe den gesonderten Bericht von Mittwoch.

Morgenthal_5_01

„Sehr geehrter Herr Kampmann,
zur Vorbereitung der nächsten Sitzung des ASBV, in welcher die Beratung des Thema „Fußgängerzone“ ansteht, übersende ich den nachstehenden Fragenkatalog. Ich bitte um Beantwortung in der Sitzung. Soweit Ihre Zuständigkeit nicht betroffen sein sollte, wovon ich ausgehe, bitte ich um Weiterleitung an den zuständigen Bereich.

Bitte rufen Sie mich vor Weitergabe in den Geschäftsgang dazu noch unter meiner dienstlichen Rufnummer an.

Für einen zurückliegenden Zeitraum von mindestens fünf Jahren, aufgeschlüsselt nach jedem einzelnen Jahr, möchte ich wissen:

1. In wievielen Fällen wurden Sturzereignisse aufgrund des Zustandes der Fußgängerzone bei der Verwaltung gemeldet?
2. In wievielen Fällen wurde davon Schmerzensgeld und/oder Schadensersatz gefordert?
3. In wievielen Fällen wurden letzterem entsprochen, das heißt, eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht nach Prüfung durch die Verwaltung bzw. deren kommunalen Haftpflichtversicherer bejaht und Ansprüche vollständig oder teilweise reguliert/befriedigt? Auf welche Höhe beläuft sich dies?
4. Für den Fall, dass Ansprüche durch die Verwaltung bzw. deren kommunalen Haftpflichtversicherer abgelehnt wurden: In wievielen Fällen wurde die Kreisstadt Unna gerichtlich wegen Amtshaftung in Anspruch genommen?
5. In wievielen Fällen wurden vorbezeichnete Ansprüche rechtskräftig gegen die Kreisstadt Unna ausgeurteilt? Auf welche Höhe beläuft sich die Gesamtsumme? Wieviele Verfahren sind anhängig?“

Kommentare (8)

  • J.Müller

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    Also bitte ! Was ist das denn für ein Fragenkatalog ???

    Entweder, die Fußgängerzone ist sanierungsbedürftig und die Stadt hält sie instand, BEVOR !!! Unfälle entstehen (was Verantwortungsbewusstsein zeigt). Oder man nimmt es in Kauf, dass Menschen sich verletzen, weil man kein Geld investieren will.

    Wann will die CDU das Problem anerkennen ? Bei 5 Arm- und 10 Beinbrüchen, oder bei 3 gebrochenen Schultern oder 2 Kopfplatzwunden ? Wo ist der Unterschied, ob jemand verletzt ist und Schadenersatz fordert oder nicht ?! Heilt die Verletzung mit Schadenersatz schneller ?
    Wie kommt man an die Gäste der Stadt, die gestürzt sind und längst wieder zu Hause sind ?

    Und wie soll die Stadt die „Fälle“ auflisten, die der Stadt nicht gemeldet wurden. Fallen die nicht in die Entscheidungsgrundlage ?

    Ich stelle mir gerade vor, ob die CDU auch erst dann Zebrastreifen fordert, wenn 3 Leute totgefahren wurden ?!? Ist ein makabrer Vergleich, ich weiß. Ich bin bisher davon ausgegangen, dass Politik Probleme erkennt und handelt, bevor etwas passiert und nicht wartet, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist.

    Wie mag sich die ältere Dame fühlen, die sich die Schulter vor dem Fässchen brach, beim Lesen dieser CDU Anfrage ?!?

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  • Markus

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    Vernünftige Schuhe anziehen.
    Vor 20 Jahren hat auch jeder gewusst das Kopfsteinpflaster nicht gerade Absatz (Schuhe) freundlich ist.

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    • auguste schammel

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      Sehr begrenztes denken. Gehbehinderte und alte Menschen möchte auch in der Fußgängerzone einkaufen. Obwohl sie keine Stöckelschuhe tragen ist dies ohne dass Risiko eines sturzes nicht möglich. Mit Radtour und/oder Rollstuhl ist das befahren ein Hindernisslauf.

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  • Gero Bangerter

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    Der CDU kann man in dieser Angelegenheit nur Zynismus vorwerfen.

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  • Gero Bangerter

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    Der CDU kann man in dieser Angelegenheit nur noch Zynismus vorwerfen.

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  • Christel

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    An einem Freitag Vormittag / Markttag stürzt eine ältere Frau vor dem Eingang der Bäckerei Grobe auf der Massener Str. Der Krankenwagen kommt und holt sie ab, da sie nicht mehr auftreten konnte.
    Die Woche danach wurde die Stelle, an dem ein dicker lockerer Stein hochstand geflickt. Die Stelle ist heute noch zu erkennen. Sollte dort ein CDU Politiker mal sein, kann er die Stelle kontrollieren.
    Bei solch einem Sturzereignis hilft man erstmal und fragt nicht nach Namen und Anschrift der Frau und sagt ihr, rufen Sie mal schnell die Stadt an ! Erst recht nicht, wenn derjenige Schmerzen hat. Aber irgendwie hat es die Stadt wohl mitgeteilt bekommen, ob mit oder ohne Klage, sonst wäre der Stein heute wohl noch locker.

    Zynischer Kommentar des Vorschreibers. Sollte man der Frau jetzt sagen ziehen sie mal vernünftige Schuhe an ?!? Das geht zu weit !

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  • markus

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    Für ein Stein soll also die komplette Fussgängerzone erneuert werden?
    Warum nicht gleich Rollbänder verbauen?
    So brauch keiner laufen und die Füsse heben. Einfach drauf stellen und sich in die Geschäfte fahren lassen.

    Lasst mal die Kicher im Dorf.
    Stolperer wird es auch bei einer neuen Fussgängerzone geben. Soetwas kann man nie ganz ausschliessen.

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  • Markus

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    Zynischer Kommentar?
    In Ihren Augen evtl..
    Aber langsam sollte es doch wohl angekommen sein, dass die Stadt Unna kein Geld hat.
    Und da sollte man sich dann schon genau überlegen ob diese Fussgängerzone wirklich so erneuerungsbedürftig ist.
    Ich hab in grossen Weltstädten schon schlimmeres gesehen.
    Laufen Sie mal in Manhatten oder London.
    Die Leute passen sich aber dem an.
    Ziehen z.b. keine Pumps bei Kopfsteinpflaster an.

    Desweiteren Frage ich mich, wieso hat die Bäckerei die schadhafte Stelle nicht abgesichert wenn der Schaden so offensichtlich war?

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