Rundblick-Unna » Streit um Baumfällungen auf ehemaligem Adelssitz in Schwerte

Streit um Baumfällungen auf ehemaligem Adelssitz in Schwerte

Über geplante Baumfällungen auf dem vermutlichen früheren Adelssitz „Haus Helle“ ist in Schwerte ein Streit entbrannt.

Bürgermeister Heinrich Böckelühr (CDU) wehrt sich in einer Pressemitteilung gegen „Gerüchte“, wonach auf dem städtischen Parkplatzgrundstück Hellpothstr./Ostenstraße eine Bebauung oder weitere Parkplätze vorgesehen seien – und dass deshalb wertvoller alter Baumbestand der Säge zum Opfer fallen soll. 

„Das Grundstück ist als ortsfestes Bodendenkmal eingetragen“, betont Böckelühr. „Für seinen Erhalt sprechen wissenschaftliche Gründe, da seine archäologische Auswertung  weitergehende Erkenntnisse zur Geschichte der Stadt Schwerte vermitteln kann.“ Dies sei nur auf diesem Weg möglich, da keine ausreichenden schriftlichen Überlieferungen vorlägen. Daher: Keine Bebauung und auch keine weiteren Parkplätze auf dem ehemaligen Adelssitz.

Die Stadt Schwerte lässt die Bäume auf dem Parkplatz Hellpothstraße/Ostenstraße zunächst nicht fällen. Erst will sie die Meinung eines externen Gutachters einholen,der kurzfristig ein genaues Baumgutachten für alle acht Bäume erstellen soll. Es handelt sich um zwei Eschen, einen Ahorn und fünf Kastanien.

Zwei Kastanien und die beiden Eschen sind besonders gefährdet, so die Stadt. Man lasse aber noch prüfen, ob Fällungen zu vermeiden sind. Der Einsatz eines externen Gutachters soll den Bürgern das Gefühl geben, dass die Stadt ihr Möglichstes getan habe, um die Bäume zu retten. Zudem werde der Bauhof  „solche wichtigen Themen zukünftig besser kommunizieren.“

Auf dem Grundstück soll sich der Adelssitz „Haus Helle“ befunden haben, dessen Bewohner mit der Verteidigung von Burg und Stadt betraut waren.

 

Kommentieren