Rundblick-Unna » Straßenverkehrsbehörde kassierte über 3300 Führerscheine ein – 580 zunächst endgültig

Straßenverkehrsbehörde kassierte über 3300 Führerscheine ein – 580 zunächst endgültig

Kein Pardon. Über 580 Führerscheine kassierte die Straßenverkehrsbehörde des Kreises Unna 2014 ein – von meist unbelehrbaren Verkehrssündern, die ihr Punktelimit in Flensburg ausgereizt haben. Eine empfindliche weil zunächst endgültige Maßnahme, da die Fahrerlaubnis (im Unterschied zum Fahrverbot) bei einer Entziehung komplett neu beantragt werden muss. Genau 2893 Verkehrsteilnehmer kamen mit einem zeitlich befristeten Fahrverbot und damit mit einem blauen Auge davon. Aber sie müssen aufpassen – die Punkte summieren sich. Ihre Zahl blieb übrigens verglichen mit dem Vorjahr fast identisch.

Auffällig zurückgegangen – um 14 Prozent – ist die Zahl der Jugendlichen, die schon mit 17 Jahren ihren Führerschein machen und bis zum 18. Geburtstag in Begleitung fahren. Das wirkte sich auf die Gesamtzahl der ausgestellten Fahrerlaubnisse im vorigen Jahr aus. 3.608 Stück waren es – 15 Prozent weniger als 2013. 2.426 Führerscheine gingen an 17Jährige. Im Vorjahr waren es mit 2.821 noch 14 Prozent mehr.

Nach der Jahresstatistik der Kreis-Zulassungsstelle büffelten nicht nur Führerschein-Neulinge fleißig für Theorie und Praxis, sondern auch Männer und Frauen, die ihren Führerschein zum zweiten Mal erwarben – nachdem sie ihn zuvor aus unterschiedlichen Gründen hatten abgeben müssen. 1.588 bekamen 2014 einen neuen Führerschein, ca. 350 weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Verkehrssünder, die sich 2014 ein befristetes Fahrverbot einhandelten, blieb gegenüber 2013 fast identisch. Gründe waren Tempoverstöße etc.

.Eine schärfere Sanktion als das Fahrverbot ist die Entziehung des Führerscheins. Das können Gerichte tun (bei Verurteilungen z. B. wegen Gefährdung des Straßenverkehrs), dazu ist aber auch die Straßenverkehrsbehörde berechtigt (wenn z. B. das  Punktelimit überschritten ist). Die Straßenverkehrsbehörde des Kreises kassierte 582 Führerscheine und damit deutlich mehr als die Gerichte (452). 2013 war das noch umgekehrt:  Da waren es bei den Gerichten 573 und bei Behörden 582 Führerscheine, die weggenommen wurden.

(Foto: Kreis Unna)

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