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Steigende Nachfrage nach Sozialticket – Kreis-SPD fordert höheren Zuschuss vom Land

Die SPD im Unnaer Kreistag sieht die (neue schwarzgelbe) NRW-Regierung für eine langfristige Finanzierung des Sozialtickets in der Pflicht. Der Zuschuss müsse steigen.

Immer mehr finanziell schwächer gestellte fahren auch im Kreis Unna mit dem Sozialticket. „Nach bisheriger  Berechnung muss das Land mehr als 40 Mio. für alle Kommunen im Haushalt 2018 bereit stellen. Jede Nichterhöhung oder gar Kürzung geht zu Lasten der finanziell Schwächsten und schränkt im Zweifel deren Mobilität sein“, betonen die Sozialdemokraten.

 „Das Sozialticket im Kreis Unna ist bei den Zielgruppen angekommen“, sagt Fraktionsvorsitzende Brigitte Cziehso. Stagnierte die Ticketzahl lange bei rund 3500, so steigt seit zwei Jahren Monat für Monat die Anzahl der verkauften Tickets.

Ein Blick auf den Verkaufsmonat Juli 2017 (Quelle: SPD Kreis Unna):

Verkauft wurden kreisweit 5307 Tickets, davon 2624 als Stadtticket A und 2683 als Kreisticket B.

Landesweit stieg der Sozialticketverkauf seit 2015 im VRR-Bereich um 30% auf jetzt über 170 Tsd.

Es  gibt kaum noch Kreise, die nicht das Sozialticket eingeführt haben.

Die Zuschüsse des Landes dagegen sind nur einmal gestiegen –  von landesweit 30 auf 40 Mio. Euro.

„Fakt ist aber: Immer mehr Kreise und kreisfreie Städte mit immer mehr Kunden teilen sich den Landeszuschuss. Und dieser wird bald nicht mehr reichen“, ist die SPD überzeugt. VKU wie auch VRR werden zum 1. 8. die Kosten fürs Sozialticket wie berichtet beide erhöhen. Ab 1.8.17 kostet das Ticket A(Stadt/Gemeinde) 20,22 Euro und das Ticket B(Kreis) 33,08 Euro.

1 Mio. Euro bekam der Kreis Unna 2016 als Fördersumme fürs Sozialticket. Bereits 200.000 zu wenig, kritisiert die SPD.


Seit 2011 unterstützt das Land NRW die Kreise und Großstädte bei der Finanzierung ihres Sozialtickets. Zielgruppe sind mindestens Alg II- und Sozialgeldempfänger, Bezieher von Grundsicherung im Alter oder Erwerbsgemindete, außerdem Asylbewerber. Der Kreistag Unna erweiterte zuletzt die Zielgruppe um Wohngeldempfänger.

 

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