Rundblick-Unna » Statt Kita oder Tagesmutter 150 € Betreuungsgeld im Monat: 274 Familien in Unna wählten 2014 die „Herdprämie“

Statt Kita oder Tagesmutter 150 € Betreuungsgeld im Monat: 274 Familien in Unna wählten 2014 die „Herdprämie“

Die gehässige Bezeichnung für diese Staatsleistung lautet „Herdprämie“. Egal – diese 150 Euro jeden Monat für die Betreuung des Kindes zu Hause nehmen Mütter und Väter im Kreis Unna durchaus an.

Das sogenannte Betreuungsgeld können Eltern beantragen, die für ihre Kinder weder einen Kitaplatz noch Betreuung durch Tageseltern in Anspruch nehmen. 2014 haben mehr als 1.770 Familien im Kreis dieses Angebot genutzt. Insgesamt zahlte die Kreisverwaltung rund 1,7 Mio. Euro an 1.651 Frauen und 122 Männer. Vergleichszahlen für das Jahr 2013 liegen nicht vor, weil das Betreuungsgeld erst zum 1. August 2013 eingeführt wurde. Zwischen August und Dezember 2013 wurde die Leistung an 476 Familien ausgezahlt.

Die monatlich 150 Euro werden in der Regel ab dem 15. Lebensmonat des Kindes ausgezahlt, weil Eltern nicht gleichzeitig auch Elterngeld bekommen können. Betreuungsgeld kann für maximal knapp zwei Jahre bezogen werden (22 Monate), längstens bis zum 3. Geburtstag des Sprösslings.

Neu bewilligt wurden 1.768 Betreuungsgeld-Anträge, abgelehnt lediglich 42. Mit 394 Bescheiden wurden die meisten Betreuungsgeldanträge in Lünen bewilligt, gefolgt von Unna (274), Bergkamen (244), Schwerte (232) und Kamen (181). In Werne gab es 124 neue Anträge, in Selm 98, in Fröndenberg 85, in Holzwickede 78 und in Bönen 58.

Kreis ist zentrale Anlaufstelle

Ansprechpartner für Eltern aus allen zehn Städten und Gemeinden im Kreis Unna ist die Elterngeld- und Betreuungsgeldstelle des Kreises Unna, Hansastraße 4 in Unna, Raum 005. Ansprechpartner ist Jens Ostermann, Tel. 0 23 03 / 27 -36 58, E-Mail jens.ostermann @kreis-unna .de. Die kreisangehörigen Kommunen nehmen ebenfalls Anträge entgegen.

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