Rundblick-Unna » Stadtfest grandios gestartet – doch dann kam der Regen…

Stadtfest grandios gestartet – doch dann kam der Regen…

Impressionen vom Stadtfest

Impressionen vom Stadtfest

Als eine halbe Stunde vor dem offiziellen Ende sogar noch die Sonne kurz hinter der Wolkendecke hervorlugte, wirkte das auf manchen Besucher und Standbetreiber wie der nackte Hohn. „Wir hatten so eine tollen Start – doch dann kam der Regen“, bilanzierte am frühen Sonntagabend im Weindorf vor der Stadtkirche Mosel-Winzerin Uschi Conrad und goss sich lachend mit einem ordentlichen Schuss Galgenhumor noch eine perlende Rieslingschorle ein.

Zuerst, erinnert sie sich, goss es am frühen Samstagabend um sieben. „Als es aufhörte, hatten wir wieder etwas Hoffnung – aber dann fing es noch mal richtig an, und dieser Wolkenbruch um neun spritzte uns die Besucher in alle Richtungen. Und wer weg war, kam auch nicht wieder“,  erinnert sich die Winzerin vom Enkircher Weingut Conrad, die beim vorjährigen Stadtfest schon am Samstagabend mehrere Weinsorten als „ausverkauft“ durchstreichen durfte. Diesmal: Keine Sorge, dass der Rebensaft versiegen könnte.

Impressionen vom StadtfestReiche Auswahl bis zuletzt an allen drei Winzerständen wie auch beim sonstigen kulinarischen Angebot, egal ob´s Frikadellen waren oder frische Brezn, Käsespieße,  Bratwurst und Spießbraten: Alles gab´s am Sonntagnachmittag buchstäblich hintergeworfen. „Es kann kühl sein. Gegen frische Temperaturen kann man sich anziehen. Aber es muss trocken bleiben“, fanden sich die befragten Anbieter auf die Frage „na – wie ist´s gelaufen?“ auf einem gemeinsamen – ernüchterten – Nenner wieder. Vorläufiges Fazit am Sonntagabend: Der Freitag lief genial – am Samstag, der mit Wolkenbrüchen am Morgen unheilvoll startete, zerschlug sich das zarte Pflänzchen Hoffnung um 21 Uhr endgültig mit dem heftigen Platzregen, der alles auseinanderstob, was sich gerade angeregt plaudernd auf den Plätzen gefunden hatte.

Impressionen vom StadtfestWer hingegen um 21 Uhr gerade erst losgehen wollte, überlegte es sich angesichts der  prasselnden Fluten vor seiner Haustür auf der Schwelle noch einmal anders. „Und wer geht erst um halb elf noch mal los?“, fragte Uschi Conrad schulterzuckend; tatsächlich präsentierte sich die Innenstadt um 23 Uhr so leer gefegt wie in trockenen Stadtfestjahren vielleicht ab eins, halb zwei. Und das am so wichtigen Stadtfestsamstag, dem Haupttag jedes größeren Events (und auch jedes kleineren). „Dann hat es  auch noch gebrannt“,  lacht Winzerin Conrad und zeigt auf den Zeltpavillon, unter dem sich jetzt eine halbe Stunde vor dem Ende plötzlich wieder reichlich Weinfreunde versammelt haben und es sich fröhlich zuprostend gut gehen lassen. Wohl ein Kurzschluss setzte das Zeltdach am Samstagabend in Brand, eiligst musste der Sicherheitsdienst ran.

Für den Kinderflohmarkt tat es einem besonders leid, die kleinen Kaufleute flüchteten sich teils unter die Vordächer der Geschäftshäuser, doch hockten auch wie die begossenen Pudel im Nieselregen. Wer wacker ausharrte, durfte sich allerdings über einen seltenen Mangel an Konkurrenz freuen: Ein geschäftstüchtiger Zwölfjähriger verscherbelte an der Morgenstraße noch bis nach 17 Uhr feuereifrig das gesamte Alt-Inventar seines Kinderzimmers. (sia)

 

Impressionen vom StadtfestImpressionen vom StadtfestImpressionen vom StadtfestImpressionen vom StadtfestImpressionen vom Stadtfest

Impressionen vom Stadtfest

Kommentieren