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Kreisel-Chaos: Ohne Radwege hat es anfangs funktioniert…

Der rote „Radfahrer-Teppich“, der den Kreishaus-(Chaos-)Kreisel säumt, ist nach Ansicht der Stadt letztlich eine Wurzel des jetzt entstandenen Übels. Die Ursache an dem Dilemma, in dem die Stadt mittlerweile steckt: Zügiger Verkehrsfluss geht auf Kosten der Sicherheit, größere Sicherheit auf Kosten des Verkehrsflusses. Stichwort: Staus.

Dieser Stau-Ärger am seit fünf Monaten verengten Kreisel war am Vormittag bereits dem WDR eine Live-Rundfunksendung vor Ort wert gewesen. Die Sendung nennt sich, unrühmlich für die Verkehrsplaner in Unna, „Staufrust“. Bericht dazu auf Rundblick.

Jedenfalls steckt die Stadt in einer Zwickmühle mit diesem fünfarmigen Großkreisel, der vor fünf Jahren gebaut wurde, gerade um den Verkehr am Knotenpunkt Viktoria-, Hansa- und Friedrich-Ebert-Straße flüssiger zu gestalten. Das Gegenteil ist jetzt der Fall. Flüssiges Durchkreiseln geht auf Kosten der Sicherheit (vor allem der von Fußgängern und Radlern), erhöhte Sicherheit – durch die jetzt vollzogene Ein- statt vorher Zweispurigkeit und die Verkleinerung des Innendurchmessers – führt zu Staus.

Während die Diskussion unserer Rundblick-Leser vor allem auf Facebook heiß läuft, liegen die Ursachen aus Sicht der Stadt länger zurück. Als der Kreisel 2009 gebaut wurde, funktionierte er. Anfangs.

Kreisel

Ohne die roten Radfahrermarkierungen quer über den Zu- und Ausfahrten hat der Kreishaus-Kreisel funktioniert, sagt die Stadt.

Das Problem der Unfallträchtigkeit entstand, seit die roten Radwege die Zu- und Ausfahrten des Kreisels kreuzen. Kombiniert sind sie mit Zebrastreifen, die damals – beim Bau des Kreisels – tatsächlich zunächst nicht eingeplant gewesen waren: Der Grünen-Altvordere (damals noch GAL) Hermann Strahl war es,  der als passionierter Fahrradfahrer täglich zwischen Unna und Königsborn erst an Querungshilfen an dem vielbefahrenen Kreisel erinnern musste. Sie wurden nachträglich aufgebracht.

Kommentare (1)

  • Nicole N aus U

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    Wenn der Bauer nicht schwimmen kann, liegt’s an der Badehose.. Entfernen wir doch die sicheren Radwege und Zebrastreifen wieder, Hauptsache die Autofahrer kommen schneller durch.

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