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Staatsanwaltschaft durchsucht LaSiSe-Räume und Privathaus von Projektchef Damberg

Betrügerische Machenschaften um 4,6 Millionen Euro Fördergelder stehen im Raum: Die Staatsanwaltschaft Dortmund hat am gestrigen Mittwoch die Räume des Forschungs- und Technologiezentrums Landungssicherheit Selm (LaSiSe) durchsuchen lassen. Und nicht nur diese Räume. „Es wurde eine Durchsuchung an mehreren Standorten angeordnet“, gab die Pressestelle der Staatsanwaltschaft nüchtern bekannt. Die weiteren Standorte waren das Privathaus von LaSiSe-Geschäftsführer Ralf Damberg und seine früheren Geschäftsräume. Bei der Durchsuchung sollen Rechner beschlagnahmt worden sein.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit 2013 wegen möglichen Subventionsbetrugs beim einstigen Vorzeige-Forschungsprojekt LaSiSe. Die 4,6 Millionen kommen teils von der Europäischen Union und teils vom Land NRW; trotz des anhaltenden Betrugsverdachts fließt das Geld bisher unverändert weiter.

Im Zusammenhang mit der LaSiSe-Affäre war auch die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund in die Schlagzeilen geraten: Gegen deren Chefs Udo Dolezych und Reinhard Schulz hatte der Bundesverband freier Kammern Anzeige wegen Untreue gestellt. Die IHK-Führung hatte sich in den Augen der Anzeigensteller über Gebühr für das Forschungsprojekt eingesetzt – aus persönlichen Motiven.

Die Ermittlungen wurden jedoch vor einer Woche eingestellt, da die Staatsanwaltschaft keinen hinreichenden Verdacht auf Untreue sah (Rundblick berichtete). Das Engagement der Kammer für das Ladungssicherungs-Projekt im Kreis Unna habe sich im Rahmen des für eine IHK Üblichen bewegt.

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