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Spezialeinheit durchsucht Wohnung in Selm – Waffen konfisziert – Verdächtiger verletzt

Spezialeinheiten der Polizei haben heute in Selm das Wohnhaus und die Geschäftsräume eines augenscheinlichen „Reichsbürgers“ durchsucht. Der 53Jährige bezeichnet sich selbst als „Deutscher ohne deutsche Staatsangehörigkeit“, lehnt Existenz und Rechtssystem der Bundesrepublik ab. Daher stand der Einsatz unter erhöhter Eigensicherung, teilt die Kreispolizei mit.

Der Selmer leistete heftigen Widerstand gegen die Einsatzkräfte und musste fixiert werden. Er wurde bei dem Einsatz verletzt, wird stationär in einem Krankenhaus behandelt.

Bei der Durchsuchung in Wohnung und Geschäftshaus in Selm wurden mehrere Waffen gefunden und sichergestellt, darunter auch eine nicht erlaubnisfreie Langwaffe. „Die ursprünglich auf der Waffenbesitzkarte eingetragene Waffe konnte bisher nicht in amtliche Verwahrung genommen werden“, informiert die Polizei.

Hintergrund: Dem Selmer war in der Vergangenheit eine Waffenbesitzkarte erteilt worden. Doch die Voraussetzungen waren weggefallen, daher wurde die Erlaubnis rechtskräftig entzogen. Der Besitz von Waffen und Munition wurde dem Selmer damit untersagt. Er sollte Vernichtung oder Veräußerung im Rahmen einer festen Frist nachzuweisen.

Dies tat der 53Jährige nicht. Daraufhin wurde ein richterlicher Durchsuchungsbeschluss erwirkt, um Waffe und Besitzkarte einzuziehen. Heute fand der Einsatz statt.

Die weiteren Ermittlungen dauern an.

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