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Spatenstich fürs historische Mio.-Hochwasserprojekt im Bimbergtal bei Lünern

Ein 200 Meter langer Damm, 11 Meter hoch und 84 Meter breit, soll künftig Unna-Lünern vor Überschwemmungen schützen. Damit können nach Fertigstellung bis zu 310.000 Kubikmeter Wasser aus einer rund 13 Quadratkilometer großen Fläche aufgestaut werden.

Die Fünf-Millionen-Investition in das „Hochwasserrückhaltecken Bimberghof“ ist nicht nur die größte Hochwasserschutzmaßnahme in der Stadtgeschichte. Sie ist auch angesichts des spürbaren Klimawandels und vermehrter Starkregen unverzichtbar zum Schutz von Leben und Sachwerten. „Dieses Rückhaltebecken ist ein wichtiger Baustein in einer Kette von Schutzmaßnahmen“ betonte Bürgermeister Werner Kolter am 20. März 2015 beim ersten Spatenstich für das Projekt im Bimbergtal.

Spatenstich Bimbergtal Hochwasser II

Bereits Ende der 60er Jahre war Unna von „Überflutungen“ betroffen. Der Ausbau der Autobahn 44 hatten die regelmäßigen Hochwasser verstärkt, die nach starkem Regen und Schneeschmelze vom Haarstrang in Richtung Unna strömten. In der Folge wurde eine Kette von Hochwassersperren geplant und gebaut: Im Bornekamptal sowie in Siddinghausen garantieren bereits Rückhaltebecken die Sicherheit von Bürgerinnen und Bürger. Die Lücke am Zusammenfluss von Lünerner und Kessebürener Bach soll jetzt mit dem größten Becken geschlossen werden. Bürgermeister Kolter dankte im Namen der Unnaer dem Land, das das Projekt mit über 3 Millionen Euro fördert.

Abteilungsdirektor Bernd Müller von der Bezirksregierung Arnsberg bekräftigte, der Schutz vor Starkregen sei inzwischen ein existenzielles Thema, das keinen Aufschub mehr dulde. Er lobte alle Beteiligten, dass die aufwändigen Planungen und Genehmigungsverfahren über Jahre vorangetrieben worden seien. Hier helfe das Land gerne. „Wir alle werden in den kommenden Jahren noch viel mehr tun müssen, um uns vor den Folgen von Starkregen zu schützen“, so Müller.

Weitere Informationen zum Projekt finden alle Interessenten auf der Projektseite der Stadtbetriebe Unna im Internet unter http://www.stadtbetriebe-unna.de/hrb-bimberghof.html.

 


 

Foto 1 (Spatenstich): v. li. Siegmund Kansteiner (Bereichsleiter Abwasserwirtschaft/ Gewässer, Stadtbetriebe Unna), Ferdinand Blex (Technischer Betriebsleiter, Stadtbetriebe Unna), Anja Kolar (Ortsvorsteherin Lünern), Bürgermeister Werner Kolter, Klaus Tibbe (Ortsvorsteher Hemmerde), Bernd Müller (Abteilungsdirektor für Umwelt und Arbeitsschutz, Bezirksregierung Arnsberg)

Foto 2 (Übergabe des Bewilligungsbescheids): Bernd Müller (Bezirksregierung), Bürgermeister Kolter

Fotoquelle: Stadt Unna

Kommentare (3)

  • Helmut Brune

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    Neben dem Sicherheitseffekt, kann so eine Wasserfläche auch dafür sorgen, daß sich dort eine einzigartige Flora und Fauna entwickelt. Erscheint mir irgendwie Positiv, das Ganze.

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  • Björn Merkord via Facebook

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    @Helmut Brune, dort wird kein stehendes Gewässer entstehen. Nur im Falle von Starkregen gehen die Schieber zu und der Bach wird vor dem Damm gestaut. Danach wird das gestaute Wasser peu a peu wieder abgelassen bis die Fläche trocken fällt. So ist das gedacht. Also nichts mit baden oder angeln, leider.

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