Rundblick-Unna » Sozial- und Erziehungsdienst im Warnstreik – Kreiseinrichtungen geschlossen

Sozial- und Erziehungsdienst im Warnstreik – Kreiseinrichtungen geschlossen

Gerechtere Bezahlung für Sozial- und Erziehungsarbeit. Dafür gehen die Beschäftigten heute landesweit auf die Straße. Mehrere Einrichtungen des Kreises Unna bleiben am heutigen Freitag geschlossen; denn an diesem Warnstreik, der für den ganzen Tag angesetzt ist, beteiligen sich auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung Unna. Geschlossen bleiben die Außenstellen des Gesundheitsamts in Bergkamen, des Allgemeinen Sozialdienstes in Bönen und Fröndenberg sowie das Jugendzentrum „GO IN“ in Bönen.

Die Gewerkschaft ver.di fordert für die Beschäftigten eine gerechtere Entlohnung. Eine Neuregelung der Eingruppierung und Tätigkeitsmerkmale würden für die Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst zu  durchschnittlich zehn Prozent mehr Geld führen. Nach Auffassung von ver.di sind eine deutliche Aufwertung – und damit verbundene Einkommensverbesserung – überfällig, weil die Anforderungen an die Beschäftigten in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sind.

Außerdem bekommen viele Beschäftigte – davon weit überwiegend Frauen – nur Teilzeitverträge. Insgesamt haben bundesweit nur 40 Prozent der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst eine Vollzeitstelle. Die hohe Teilzeitquote fördert Altersarmut.

Zum Sozial- und Erziehungsdienst gehören unter anderem Erzieherinnen und Erzieher, Sozialarbeiterinnen, Sozialpädagogen, Fachkräfte für Arbeits- und Berufsförderung in Werkstätten für behinderte Menschen, Heilerziehungspflegerinnen, Kinderpflegerinnen sowie Heilpädagogen. Indirekt profitieren von einem Tarifergebnis mit den kommunalen Arbeitgebern auch die mehr als 500.000 Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst bei freien und kirchlichen Trägern. Deutschlandweit sind rund 240 000 Frauen und Männer im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst tätig.

(Foto: Kreis Unna)

 

Kommentieren