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Skurriles Erlebnis im Stadtgarten: Fehlen den Stadtbetrieben die Besen?

Ist die Not so groß? Offenbar fehlt es den Stadtbetrieben schon an Kleingeld für Besen, um Scherben aus dem Stadtgarten aufzukehren. Auf Facebook entbrannte vor zwei Tagen eine skurril anmutende Diskussion. „Mir verschlägts doch glatt die Sprache“, ereiferte sich da die Userin „Kleiner Drache“. „Die Stadtbetriebe können die seid Tagen bzw. Wochen im Unnaer Stadtgarten (am Ring) rumliegenden Scherben nicht wegmachen…..Achtung jetzt´s kommts….weil sie keine Besen haben!!!!!!“

Nun ist der Scherbensalat im Stadtgarten ein leidiges Dauerthema, inklusive herumfliegendem anderweitigem Müll, und leidiges Dauerthema ist auch die personelle Unterbesetzung der Stadtbetriebe. Genau deswegen picken seit einigen Wochen ja auch zusätzlich acht Ein-Euro-Jobber an den neuralgischen Stellen im Stadtgebiet den Abfall auf. Als Kooperationsprojekt der Stadtbetriebe und der Werkstatt im Kreis Unna sollen diese Arbeitslosen vorerst bis Februar im Einsatz sein.

Hat Facebook-Userin „Kleiner Drache“ möglicherweise mit diesen Ein-Euro-Kräften gesprochen, als sie auf die Scherben im Stadtgarten aufmerksam machte? Passen würde es, den der Stadtgarten zählt zu den neuralgischen Müllhäufungspunkte, die die Stadtbetriebe ihren Hilfskräfte eingeschärft haben. Zusätzlich zum Kurpark, zum Bornekamp und dem Industriegebiet westlich der Hammer Straße, wo gern parkende Lkw-Fahrer ihren Müll kurzerhand aus den Kabinen schmeißen. Auch Sperrmüll fand sich schon hier, ein ganzes Aquarium und mal auch ein Tresor.

Kein wirklich schöner Anblick: Achtlos weggeworfener Unrat. In Unna sammeln ihn jetzt Euro-Jobber auf. Zunächst bis Februar, eventuell aber auch längerfristig. Sinnvoll?

Kein wirklich schöner Anblick: Achtlos weggeworfener Unrat. Um ihn anständig fortzuschaffen, braucht man beispielsweise: Besen.

Jedenfalls hatte „Kleiner Drache“ rund um den Scherbensalat im Stadtgarten jenes prägende Erlebnis. „Ich musste in den letzten neun Jahren nur alleine für aufgeschnittene Pfoten)über 500 Euro an Tierarztkosten zahlen, und die Stadtbetriebe haben keine Besen, um ihren PFLICHTEN nachzukommen!!!!“, regt sich die Hundehalterin auf – „ich fasse es nicht…… Heute morgen waren einige von den Stadtbetrieben im Stadtgarten und picksten da Papier vom Boden. Auf meine frage hin…ob sie die Scherben, die überall rumliegen, nicht auch wegmachen wollten, kam die Antwort, dass sie keine Besen hätten.“

Spöttelnde Ratschläge lassen da natürlich nicht auf sich warten. „Man sollte bei der Stadt anrufen und fragen, ob es ihnen denn finanziell so schlecht ginge, dass sie sich keine Besen leisten können“, empfiehlt Frollein McCupcake. „Vielleicht sollte man über einen Hilfsfonds nachdenken.“ Und Jennifer Joppich ulkt: „Deswegen war mein Besen heute Morgen so am Wackeln, er wollte außem Fenster raus und schnell zu ihnen hinlaufen, weil sie ja keine Besen haben.“

Kleiner Drache hat am 3. November den Stadtbetrieben eine pn geschickt mit der Anfrage, was es mit der Besenfrage auf sich habe. Antwort: Keine. Auf eine Mailanfrage der Rundblick-Redaktion vom Donnerstag direkt an die Info-Mailadresse der Stadtbetriebe kam bisher ebenfalls keine Reaktion. Vielleicht sollte man tatsächlich über einen Hilfsfonds nachdenken.

Die Scherben lagen zumindest bis zum 5. November immer noch im Stadtgarten herum. Also aufpassen beim Gassigehen mit dem Wuffi.

 

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