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Verbotszonen für Silvesterknaller zum Jahreswechsel in Dortmund

Ja dann … guten Rutsch. Aber dosierter als sonst.

Erstmals wird es in Dortmund zum Jahreswechsel zwei Verbotszonen für Pyrotechnik/Silvesterfeuerwerk geben – am Hauptbahnhofsvorplatz, von der Katharinenstraße bis zur Kampstraße sowie im Bereich Alter Markt. Das Knallerverbot gilt von Silvester, 31.12., 20.00 Uhr bis Neujahr um 2 Uhr.

Abrrennen von Feuerwerk ist in diesem Zeitraum in den besagten Zonen verboten, Mitführen bleibt erlaubt. Vom Abbrennverbot ist das typische Silvesterfeuerwerk erfasst – Raketen, Böller. Die Verwendung von Bengalos/bengalischen Feuern als Silvesterfeuerwerk ist ohnehin nach den sprengstoffrechtlichen Vorschriften verboten.

Polizei und Stadt Dortmund reagieren mit ihren Neuregelungen auf die hohe abstrakte Terrorgefahr, die bundesweit gilt.

Hier die Mitteilung vom heutigen Morgen:

In Dortmund gibt es traditionell keine zentrale Silvesterfeierlichkeit. Polizeipräsident Gregor Lange betont jedoch, dass die Ereignisse in Köln im letzten Jahr nicht unberücksichtigt bleiben dürfen: „Wir beziehen die Ereignisse mit ein. Mir ist wichtig, dass die  Dortmunder und natürlich alle Gäste unserer Stadt friedlich und möglichst unbehelligt ins neue Jahr feiern können. Daher werden wir unsere Kräfte noch einmal deutlich verstärken.“

Oberbürgermeister Ullrich Sierau: „Ich bin mir sicher: die westfälischen Feierbiester werden den Jahreswechsel in Dortmund friedlich und mit Freude feiern. So soll es doch auch sein! Dass nun vor dem Hintergrund der Kölner Ereignisse besondere Vorkehrungen getroffen werden, ist aus meiner Sicht nur konsequent. So kommen der geregelte Reiseverkehr und die dosierte Feierkultur zu ihrem Recht. Wir wollen in Dortmund eine gute Atmosphäre schaffen, die keinen Platz für Aggressionen und sexuelle Übergriffe lässt. Ich danke der Polizei sehr dafür, dass sie die dafür notwendige Sicherheitslogistik mit großem Engagement und der Verstärkung der Einsatzkräfte auf die Beine stellen wird.“

Polizei wie Ordnungsamt werden in der Silvesternacht ihr Personal verstärken.  Neben den uniformierten Kräften sind zivile Teams  unterwegs. Für  Besucher in der City werden mehrere Anlaufpunkte in Form zweier mobiler Wachen angeboten: am Bahnhofsvorplatz/Katharinenstraße und am Alten Markt/Durchgang zum Reinoldikirchplatz in der Innenstadt. Daneben wird die Citywache in der Reinoldistraße 17-19 in der Zeit von 20.00 Uhr bis 04.00 Uhr durch Ordnungskräfte der Stadt und Polizeibeamte besetzt sein.

Zum ersten Mal an Silvester kommen auch die neuen Kameras im Brückstraßenviertel zum Einsatz (wir berichteten). Für den Fall, dass jemand Opfer einer Straftat wird oder verdächtige Umstände bemerkt, bittet die Polizei darum, sich sofort an einen Beamten zu wenden oder kurzum die 110 zu wählen. Gregor Lange: „Die Polizeikräfte haben unter anderem den Auftrag, dem Entstehen kritischer und aggressiver Menschenansammlungen frühzeitig durch aktives polizeiliches Vorgehen entgegen zu treten.“

Kommentare (2)

  • Hans-Otto Dinse

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    Sierau: „So kommen der geregelte Reiseverkehr und die dosierte Feierkultur zu ihrem Recht. Wir wollen in Dortmund eine gute Atmosphäre schaffen, die keinen Platz für Aggressionen und sexuelle Übergriffe lässt.“
    Eine gute Atmosphäre hinter Polizei MP und Betonklötzen.
    Unser Leben wird sich nicht verändern….unser Leben hat sich bereits verändert!
    Unser Dank gilt den Blockparteien und den Teddybärwerfern!

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    • fürst

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      Hans-Otto Dinse, Sie haben meine Zustimmung. Leben und Kultur haben sich bereits verändert bzw. wurden verändert.
      Ich frage mich, wo die Teddybärwerfer und Willkommensklatscher jetzt sind; man hört und liest so gut wie nichts mehr von ihnen, den „Gutmenschen“.
      Und, ja, es ist richtig, daß die AfD aktuelle Vorfälle aufgreift und nutzt; m.E. noch viel zu harmlos.

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