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Silvester in DO: Einerseits „ruhiger Verlauf“ – zugleich aber 2017 evtl. totales Böllerverbot

Die Stadt Dortmund erwägt für Silvester 2017 ein totales Böllerverbot in der gesamten Innenstadt. Diese Ankündigung von Oberbürgermeister Ullrich Sierau (Bild im Artikel) wirkt widersprüchlich zu seiner zufriedenen Bewertung der vergangenen Silvesternacht 2016.

In einer Pressemitteilung lobt der SPD-OB die nachhaltige Wirkung der starken Polizeipräsenz zu Silvester in der Großstadt und streicht hervor, dass es laut Polizeistatistik weniger Straftaten als beim Jahreswechsel 2015/2016 gegeben habe. Sexuelle Übergriffe seien bislang gar nicht angezeigt worden. (Die Bilanz der Polizei ist hier nachzulesen: http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4971/3527791.)

Zugleich aber müsse nun, so Sierau, „definiert“ werden, „mit welchem Konzept der Jahreswechsel 2017/18 angegangen werden soll.“  Dazu könne gehören, schon im Vorfeld  in mehreren Sprachen auf die Regelungen und Verbote hinzuweisen, auch über die sozialen Netzwerke; es gelte aber „auch abzuwägen, ob das Böllerverbot möglicherweise auf die gesamte City ausgeweitet wird“, betont Sierau. Das werde in nächster Zeit mit allen Beteiligten gemeinsam entschieden.

ullrich-sierau

Bei der „detaillierten Aufarbeitung des Einsatzes“ gelte es auch „der Frage nachzugehen, wo die Menschen hergekommen sind, die sich vornehmlich auf dem Platz von Leeds versammelt haben. Es ist zu klären, wie und mit welchem (Feier-)Ziel sich mehrere Hundert junge Männer vorwiegend nordafrikanischer Herkunft in Dortmund verabredet haben. Eine offene westfälische Feierkultur sollte nicht überstrapaziert oder gar missbraucht werden“, unterstreicht Sierau.

In diese Analyse sollen auch die Erfahrungen anderer Großstädte wie Köln und Essen einfließen. Hierzu kritisiert OB Ullrich Sierau (ohne Grünen-Chefin Simone Peter namentlich zu nennen), „dass der Einsatz der Polizei in Köln jetzt in einer von politischen Befindlichkeiten getriebenen Diskussion schlecht geredet wird. Eine derart fehlgeleitete Diskussion ist fatal und hilft nicht bei einer sachgerechten Bewertung.“

Angesichts der Diskussion um die Silvesternacht in Dortmund und in Köln sei es gleichwohl „vor dem Hintergrund der Rahmenbedingungen zu einem verhältnismäßig ruhigen Verlauf gekommen“, wertet der OB rückblickend den Verlauf des Jahreswechsels 2016/17. Ermöglicht hätte dies eine ordentliche Polizeiarbeit und die gute Arbeit der städtischen Ordnungskräfte.

– Die Pressemitteilung ist nachzulesen unter https://www.dortmund.de/de/leben_in_dortmund/nachrichtenportal/alle_nachrichten)/nachricht.jsp?nid=452131.

– Unsere Berichterstattung zum Verlauf der Silvesternacht ist hier zu finden: http://rundblick-unna.de/silvester-in-do-ploetzliche-ansammlung-von-1000-menschen-macht-polizeiverstaerkung-noetig/
(Foto OB Sierau: Stadt Dortmund)

Kommentare (17)

  • fürst

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    Kommt ein „Böllerverbot“, geht wieder ein Stück unserer Kultur den Bach runter. Stück für Stück wird unsere Gesellschaft verändert, geopfert – und überwachter.

    Der angeblich ruhige Verlauf der Silvesternacht war auch nicht so ruhig, wie gerne dargestellt http://www.focus.de/politik/videos/22-anzeigen-eingegangen-berliner-silvesternacht-deutlich-mehr-faelle-sexueller-gewalt-als-bislang-bekannt_id_6452717.html.
    Wurden zu Köln zunächst „nur“ 1000 „Störer“ gemeldet, wird inzwischen von 2000
    berichtet. – Wie im vergangenen Jahr, kommt erst so nach und nach mehr raus.

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    • Silvia Rinke

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      Hallo Fürst, die Bewertung „ruhig“ bezieht Herr Sierau und bezieht die Dortmunder Polizei ausschließlich auf Dortmund, nur nochmal zur Verdeutlichung.

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  • Dagobert

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    Ist es nicht rassistisch von Herrn Sierau, wenn Klärungsbedarf gesehen wird, sobald Nafris in Dortmund feiern wollen ? Zudem bin ich bisher davon ausgegangen, dass es in Dortmund keine kriminellen Nafris gibt. Schließlich werden doch in Dortmund Straftaten ausschließlich von „Dortmundern“ begangen, oder ?

    Herr Sierau benötigt dringend ein Gespräch mit mehreren grünen Antidiskriminierungs/ Gleichstellungsbeauftragt*innen.

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  • Silvia Rinke

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    • Dagobert

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      Wirklich interessant, der Mann hat Recht. Passieren wird vermutlich nichts. Ich warte immer noch auf den Polizeibericht der Polizei Dortmund zu diesem Thema:
      „Ein Berliner, der eigentlich Dortmunder ist, wurde von mehreren Dortmundern bei Terroranschlag in Berlin unterstützt“
      „Moschee“ oder „islamisch“ darf die Polizei in einem negativen Zusammenhang ja nicht sagen.
      Mich würde interessieren, wie die Stadt Dortmund reagieren würde, wenn bei einer Versammlung von „Rechten“ eine Moschee durch einen Böller in Brand geraten wäre………

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  • Dagobert

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    Ich finde die Diskrepanz zwischen „offizieller Meinung“ der Stadt Dortmund und anderslautenden Berichten immer wieder faszinierend:
    https://www.welt.de/regionales/nrw/article160915239/Ruhige-Nacht-oder-tobender-Mob.html
    In Köln hat man an Silvester 2015/2016 auch über eine „ruhige Nacht“ berichtet.

    Die Polizei Dortmund hat schon viel zu oft Polizeiberichte geschönt.
    Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht…..

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    • Dagobert

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      Hatte ich noch vergessen: Ermittelt die Polizei wenigstens wegen fahrlässiger(oder vorsätzlicher ?) schwerer Brandstiftung an der Reinoldikirche ? Oder wird lieber Strafvereitelung im Amt betrieben ?

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      • Werwolf

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        Sie sollten mal nicht so viel auf rechten Seiten wie Breitbard , dem österreichischen Wochenblick usw. surfen und diesen Mist weiterverbreiten ! Oder ist das etwa die gleichgeschaltete Lügenpresse, die Sie sich wünschen ?
        http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_79998074/-fake-news-sorgt-fuer-aufregung-in-dortmund.html

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      • Dagobert

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        Die Kirche hat doch gebrannt, oder ? Sogar so schlimm , dass renoviert werden muss.
        Einfache Frage, Werwolf: Wenn der Brand von einem Böller stammt : Brandstiftung oder nicht ?
        Sollte da nicht in ALLE Richtungen ermittelt werden ? Wenn nicht ermittelt wird und Brandstiftung vorliegt, ist es in meinen Augen Strafvereitelung und kein „rechter Mist“.
        Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren, wenn Sie der Meinung sind, dass keine Brandstiftung stattgefunden hat und niemand „Allahu Akbar“ gerufen hat. Erklären Sie mir, wie die Dinge aus Ihrer „linken“ Sicht aussehen ?

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        • Werwolf

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          Ich verstehe gar nicht das Problem. Die Reinoldi Kirche ist eingerüstet und mit Planen versehen, eine Silvester Rakete ist dort gelandet und es hat einen kleinen Brand gegeben, der innerhalb kürzester Zeit gelöscht war. Lt. den Fake News im Internet ist die Kirche jedoch gezielt beschossen worden und nicht nur mit einer Rakete und es haben Tausende Allahu Akbar gebrüllt ! Erkennen Sie den Unterschied ?
          Im übrigen bin ich alles andere als ein Freund davon, Wahrheiten zu verschweigen und ebenso verurteile ich ,wenn sich muslimische Männer zusammenrotten um offensichtlich den deutschen Rechtsstaat vorzuführen. Aber deshalb muss ich noch lange nicht die einseitige Sichtweise von „Breitbard & Co“ unkommentiert weitergeben

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        • Wunderlich

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          Zu Frage1: Nein.
          Zu Frage 2: Kommt auf die Motivation des Täters an.
          Zu Frage 3: Ja. Wird es lt. Text auch.
          Und doch … sie verbreiten “rechten Mist“ … wieder mal.

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          • Dagobert

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            Das war jetzt unverständlich , Wunderlich…wieder mal. Zumal die Nummerierung keinen Sinn macht, wenn ich nicht nummeriert habe.
            ich versuche, Sie trotzdem zu verstehen:
            Die Kirche hat Schaden durch Rauch, Feuer und Löscharbeiten genommen, somit hat auch die Kirche(neben der Plane) gebrannt.
            Auch FAHRLÄSSIGE Brandstiftung ist Brandstiftung, die Motivation ist für den VORSATZ relevant.
            Ich kann im Text nicht erkennen, ob die Polizei wegen Brandstiftung ermittelt, können Sie mir die Textstelle nennen ?
            Versuchen Sie ruhig in ganzen Sätzen zu antworten, auch wenn es für Sie schwierig ist. Vielleicht kann der Rundblick uns ja auch bei den Fragen helfen, wenn es Ihnen zu schwer fällt.

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  • Wunderlich

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    Hab ich sie wohl überschätzt, als ich ihnen zutraute, bis drei zu zählen.

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    • Dagobert

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      Das war schon fast ein vollständiger Satz, meine Hochachtung, Wunderlich !
      Leider war Ihr (beinahe)-Satz komplett inhaltslos und sinnfrei……. mal wieder. Möchten Sie sich nicht mal konstruktiv an der Diskussion beteiligen ?

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