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Sieben Fraktionen mischen im Rat mit – bitteres Aus für Maggie Strathoff

Muntere Diskussionen sind in der frisch angebrochenen neuen Ratsperiode in der Kreisstadt zu erwarten: Sieben Fraktionen mischen nach vorläufigem Endergebnis der vergangenen Wahlnacht im frisch gewählten Unnaer Stadtrat mit. Alle Parteien bzw. Listenverbindungen, die antraten, wurden gewählt, und sei es nur mit zwei Vertretern, die gleichwie für Fraktionsstärke genügen.

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Zufriedene SPD-Vertreter

Nach der vorläufigen Sitzverteilung bleibt die SPD mit 21 Sitzen (45,7 Prozent) klar stärkste Kraft, gefolgt von der CDU mit 15 Sitzen (26,7 %). Die Grünen konnten tatsächlich – wie am Wahlabend zaghaft erhofft – sieben Mandate ergattern (dank 12,3 ), obwohl (oder vielleicht auch weil?) sie mit nahezu komplett runderneuerter Mannschaft antraten. Rekordergebnisse erzielten Dorothee Kuckhoff (mit fast 19 Prozent in Hemmerde) und eine der „Mütter“ der Unnaer GAL/Grünen, Charlotte Kunert in Lünern. „Auf den Dörfern sind wir stark“, hatte Klaus Koppenberg bereits am Wahlabend hochzufrieden die klare Tendenz beschrieben.

Mit drei Vertretern will die von der CDU abgespaltene Vereinigung aus Freien Wählern und Freier Liste (FLU/FW) ihren früheren Parteifreunden das politische Leben schwer machen (4,8 %), die FDP ergatterte immerhin noch zwei Mandate (3,4 %) – Sonntagabend hatte es noch ganz danach ausgesehen, als hielte Martin Bick künftig als Einziger die liberale Fahne im Stadtrat hoch. Ebenfalls jeweils zwei Sitze holten Linke und Piraten (4,5 bzw. 2,9 %).

Maggie Strathoff

Maggie Strathoff

Die SPD-Direktkandidaten traten erwartungsgemäß einen Durchmarsch durch die Wahlbezirke an, allein Billmerich und Kessebüren gingen – im Fall Billermich überlegen – an die dortigen CDU-Ortsvorsteher Bernhard Albers und Gerd Heckmann. Die Niederlage für die bienenfleißige Margarethe Strathoff in Kessebüren sieht bitter aus: Während ihr bei der letzten Wahl 2009 gegenüber dem christdemokratischen Platzhirschen nur 27 Stimmen fehlten, fiel die Differenz diesmal mit 32 gegen fast 39 Prozent deutlich aus – und aufgrund ihres suboptimalen Listenplatzes scheidet die hochengagierte Jugendpolitikerin, der Unna den Skaterpark an der Hansastraße verdankt, nun vollends aus dem Rat aus.

Auf Facebook überschlugen sich bereits gestern Nacht die schockierten Kommentare und herzlichen Bekundungen des Mitgefühls für „Maggie“, die längst nicht nur aus den Reihen ihrer Parteigenossen kamen.

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