Rundblick-Unna » Schulbus beförderte behinderte Kinder mit defekten Sicherheitsgurten: Weiterfahrt untersagt, Anzeige

Schulbus beförderte behinderte Kinder mit defekten Sicherheitsgurten: Weiterfahrt untersagt, Anzeige

Zwölf körperlich und geistig behinderte Kinder saßen im Schulbus – und fast jedes zweite saß auf einem Platz mit defekten Gurten. Die Schulbuskontrolle vorige Woche in der Nähe einer Förderschule in Dortmund-Eving brachte Erschreckendes zu Tage.

Die Beamten des Verkehrsdienstes mussten entdecken, dass fünf der zwölf behinderten Kinder im Bus unter Lebensgefahren mitfuhren. Sie konnten nicht vorschriftsmäßig gesichert werden, da die Gurte defekt waren. Noch unfassbarer: Zeugen berichteten den Beamten, dass dieser unsägliche Zustand seit langem bekannt sei. Das Busnternehmen sei über die Mängel bereits vor längerer Zeit unterrichtet worden. Dennoch habe man diesen Bus immer wieder als Schulbus eingesetzt.

Defekte Gurte Bus

Die Beamten stellten fest, dass die Gurtbänder der Dreipunktgurte zum Teil blockiert oder so verdreht waren, dass die Kinder sich nicht anschnallen konnten. Ein Schultergurt war gänzlich ohne Rückhaltefunktion.

Der Busfahrer durfte gerade noch bis zur nächsten Werkstatt weiterfahren – aber ohne Fahrgäste. Der Fahrer wie auch der Halter des Busses müssen nun mit einer Ordnungswidrigkeitsanzeige rechnen.

polizei-dortmund-pol-do-dortmund-oberevinger-strasse-routinekontrolle-des-schuelersonderverkehrs-sch

Kommentare (3)

  • Helmut Brune

    |

    Mit allem Respekt finde ich den Begriff:“ Unter Lebensgefahr“ etwas Übertrieben. Vor 30 Jahren waren Sicherheitsgurte noch keine Pflicht und jeder fand es in Ordnung. Es gab nicht mal Sicherheitsgurte in Autos. Dennoch ist es ziemlich Dumm vom Busunternehmer, daß er in dieser Beziehung so Nachlässig ist. Schließlich muß er jetzt sowohl das Bußgeld als auch die Reparatur der Gurte bezahlen.

    Antworten

    • Rundblick Unna via Facebook

      |

      Lebensgefahr deswegen, weil es schwerbehinderte Kinder waren, Helmut Brune.

      Antworten

    • Norbert Kaiser via Facebook

      |

      Eben das muss man sich vor Augen halten. Bei einer vollbremsung können behinderte Kinder nicht so reagieren wie gesunde . Und dann kommt noch hinzu das es Kinder sind die einen besonderen Schutz brauchen. Das ist es mir unverständlich das da so leichtfertig mit umgegangen wird. Frei nach dem Motto“es sind ja nur behinderte.“ Gerade behinderte und kranke Kinder brauchen besonderen Schutz und viel Liebe.

      Antworten

Kommentieren