Rundblick-Unna » Schürenfeld-Gegner scheitern im Rat: Fröndenberg treibt Gewerbegebiet an B233 weiter voran

Schürenfeld-Gegner scheitern im Rat: Fröndenberg treibt Gewerbegebiet an B233 weiter voran

Rund 1300 Unterstützungsunterschriften gegen das geplante Gewerbegebiet „Schürenfeld“ in Fröndenberg wurden gesammelt. Dennoch ist die Initiative gestern Abend in der Ratssitzung fürs Erste gescheitert. Die BI hatte mit ihren Unterschriften zwar erreicht, dass sich das höchste Stadtparlament ein weiteres Mal mit dem (schon beschlossenen) Gewerbegebiet im Westen Fröndenbergs an der B 233 zwischen Strickherdicke und Unna-Billmerich befasst. Die erneute Abstimmung über die geplante Flächenerschließung endete aber erneut mit großer Zustimmung zum Schürenfeld.

Die Gegner um Andreas und Frauke Hennemann befürchteten durch Unternehmensansiedlungen auf dem derzeitigen Grüngürtel an der Bundessstraße 233 vor allem massives zusätzliches Verkehrsaufkommen. Sie zweifelt außerdem stark an, dass Fröndenberg dieses neue Gewerbegebiet überhaupt braucht. Die Bürgerinitiative war gestern Abend im Rat stark vertreten, konnte die Fraktionen allerdings nicht mit Argumenten überzeugen, die vorher noch nicht bekannt gewesen wären. Somit wird die Schürenfeld-Planung nun nach der Sommerpause weiter von Fröndenbergs Verwaltung und Politik voran getrieben.

Schürenfeld

Die Schürenfeld-Gegner im Frühjahr bei der Übergabe der gut 1300 Unterstützungsunterschriften an Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe.

 

Sibylle Weber, Fröndenbergs CDU-Chefin, begrüßte heute gegenüber unserer Redaktion nichtsdestotrotz ausdrücklich das Engagement der BI. „Es ist doch wirklich eine gute Sache, wenn Menschen in einer Stadt für ihre Meinung eintreten und sogar das höchste Instrument, was die Gemeindeordnung zu bieten hat, nutzen“, findet die Christdemokratin, die das Gewerbegebiet selbst überzeugt befürwortet.

Dass der Stadtrat als Gesamtparlament anderer Meinung war und ist als die Bürgerinititative, hat aus Sibylle Webers Sicht vor allem mit folgendem Umstand zu tun: Ein Rat müsse die Interessen der gesamten Stadt bei seinen Entscheidungen im Auge haben und nicht nur auf einen Teil der Bürger sehen. „Klar ist: Wer es nicht versucht, wird auch nicht erfolgreich sein“, betont die CDU-Vorsitzende. „Daher waren die Aktionen der BI ganz sicher sinnvoll.“

Schürenfeld

Die geplante Fläche im Westen Fröndenbergs betrifft auch den südlichen Unnaer Stadtteil Billmerich. Ortsvorsteher Bernhard Albers (CDU) hatte im Mai eine besorgte Anfrage an die Unnaer Verwaltung wegen des befürchteten hohen Verkehrsaufkommens gestellt. Die Bauverwaltung sichert zu, mit den Kollegen in Fröndenberg in enger Abstimmung zu bleiben.

Kommentare (1)

  • Patrick Krause via Facebook

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    Hättet ja vor 15 Jahren was sagen können als es das erste mal beschlossen worden ist,anstatt jetzt zu mucken und mit dem verhalten eine Menge Geld in den Wind zu schießen.

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