Rundblick-Unna » Schüler (14) hockte 30 Minuten zitternd und blutend am Straßenrand – niemand half

Schüler (14) hockte 30 Minuten zitternd und blutend am Straßenrand – niemand half

Zitternd und blutend hockte der 14Jährige nach einem schweren Sturz über eine halbe Stunde am Fahrbandrand – niemand hielt an, niemand half, obgleich in diesen 30 Minuten wie am Fließband Autos vorbeifuhren.

Sandra H., die Mutter des betroffenen 14Jährigen aus Fröndenberg, ist entsetzt und sehr wütend über diese Ignoranz am gestrigen Abend. „Hier wird sooft von der Hilfsbereitschaft der Leute gepostet…“, macht sie ihrem Ärger am heutigen Morgen auf Facebook Luft. „Wir haben gestern lediglich die Ignoranz kennen gelernt. Vielen Dank an all die Egoisten und A. … löcher (sorry, bin sauer)…!“

Was war passiert? Der 14jährige Schüler war gestern Abend gegen 19 Uhr auf der stark befahrenen Fröndenberger Straße (Hauptverbindung zwischen Fröndenberg und Menden) aus ungeklärter Ursache plötzlich schwer mit seinem Rad gestürzt. „Er sagte, er gab einen Knall und dann lag er schon da“, schildert seine Mutter den Vorfall. „Autos hinter im sind ausgewichen und weitergefahren.“ Der Unfall passierte nahe der Aral-Tankstelle, praktisch unmittelbar vor dem fest installierten Blitzer (Starenkasten).

Hilflos hockte der Junge also direkt neben der Hauptverkehrsstraße, neben sich sein kaputtes Fahrrad. „Er rief mich auf seinem Handy an. Ich brauchte 30 Minuten, bis ich da war“, berichtet seine Mutter weiter. Als sie an der Fröndenberger Straße ankam, fand sie ihren Sohn „zitternd vom Schock am Straßenrand  – er blutete heftig aus offenen Stellen an Beinen und Arm, das Rad war deutlich beschädigt. In den 30 Minuten,  in denen er auf mich wartete, hielt kein einziger an, um zu helfen. Unglaublich…“, schließt Sandra H. fassungslos ihren Bericht. 

Die Facebook-Community nimmt lebhaft Anteil und ist sich einig: Sowas geht überhaupt nicht. Sandra H. erklärte gegenüber unserer Redaktion: „Ich hoffe, dass meine Schilderung viele dazu anregt, demnächst nicht wegzusehen.“

 Wir schließen uns ausdrücklich an.

(Bild: GdP)

Kommentare (34)

  • Kornelia Bötzer via Facebook

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    Unglaublich so was,

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  • Marko Stawarz via Facebook

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    Und diejenigen die bei ihrer facebook Seite entsetzt sind,Sind die die drann vorbeigefahren sind …

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  • Christina Felly via Facebook

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    Da fehlen die Worte. alle Blind und egoistisch manche Menschen

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  • Kerstin Richert via Facebook

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    Widerlich, dieses Verhalten! !!

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  • Rundblick Unna via Facebook

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    Viele sind ja auch sehr hilfsbereit. Der Junge hier hatte nur leider das Pech, dass gestern Abend keiner dieser Hilfsbereiten vorbeikam.

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  • Nicole Hudson via Facebook

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    Gute Besserung an den Jungen. Die Leute die dran vorbei gefahren sind sollten vom Blitz getroffen Werden.

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  • Heike Harnagel via Facebook

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    Zum Filmen und Fotos machen bei manch anderen Unfällen hat man Zeit…aber einem Kind zu helfen nicht ??? Unfassbar. Das macht mich wütend und traurig zugleich.
    Gute Besserung dem Jungen.

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  • Christel Heinze via Facebook

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    wenn man unsicher ist oder ängstlich, dann kann man wenigstens einen RTW rufen!!! Auch das ist Hilfeleistung!

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  • Merye Ma via Facebook

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    Boah krass

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  • Gina Carolin Trümper via Facebook

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    Unfassbar -.-‚

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  • Joachim Jürgens via Facebook

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    Unfassbar. Da bekomm ich sowas von das Würgen wenn ich soetwas lesen muss. Schade dass der Junge sich in seinem Zustand nicht JEDES vorbeifahrende Nummernschild aufgeschrieben hat…. ich hätte jeden einzelnen wegen unterlassener Hilfeleistung angezeigt !!!

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  • Birgit Faber via Facebook

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    Traurig, traurig, es wird immer schlimmer.

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  • Petter Uhlenbusch

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    Ich wünsche dem Jungen gute Besserung, doch eine Frage bleibt mir: Warum nicht einfach mal die Hand heben und deutlich signalisieren: Helft mit bitte!!! Ich meine ich hätte auf jeden fall angehalten wenn ich eine hilflose, verletzte Person sehe, aber das Unfallopfer könnte evtl. dazu beitragen. Wenn man sein Handy bedienen kann, dann kann man sich auch bemerkbar machen und ganz klar anzeigen das man Hilfe benötigt, auch mit 14 Jahren.

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    • Petter Uhlenbusch

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      Bevor hier die Oberschlauen schreiben. In den 70er Jahren ist mein bester Freund mit seiner Mofa während eines Camping-Urlaubes am Möhnesee, nachts, durch einen Verkehrsunfall schwer verletzt am Boden gelegen. Ich habe damals (ohne Handy) die Rettungshilfe und die Polizei angerufen; von einer Telefonzelle aus. Hat auch funktioniert, wenn auch mein Freund am nächsten morgen verstorben ist… wollte nur sagen… Selbsthilfe ist immer noch am besten…

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    • Joachim Jürgens via Facebook

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      Generell stimme ich zu. Es kommt jedoch immer auf die Situation an. Ein 14-Jähriger kann aufgrund der Geschehnisse schonmal unter Shock stehen, was ihn in seinem Handeln und Denken einschränkt.

      Da nehme ich die Vorbeifahrenden in die Pflicht.

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      • Petter Uhlenbusch

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        Jo das stimmt! Damals war ich aber auch gerade erst 15. Jahre alt… und geschockt war ich ohne Ende, das dürfen Sie mir glauben. Aber jeder Mensch reagiert auch unterschiedlich… und Gott, dem Jungen wünsche ich nur das Beste… ist doch klar.

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    • Kathrin Prothmann via Facebook

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      Also es ist nicht richtig ❗ wenn ich ein jungen am strassen Rand (ALLEINE UND DAS FAHRRAD LIEGEND) sehe, dann halte ich an!!! Punkt ..da gibt es kenn wenn und aber!!! Ich habe heute ein UNVERLETZTES Mädchen nach der Arbeit an einer Bushaltestelle bitterlich weinen gesehen, selbst da habe ich angehalten !!! Es war zwar harmlos aber das sagt einen der gesunde Menschen verstand ! Ich halte auch einer alten Dame die Tür auf ohne das sie mich drauf hinweist! Wenn alle Leute so denken dann prost Mahlzeit !!!..So das war’s auch schon

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    • Kathrin Prothmann via Facebook

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      Und ich bitte sie ! JEDES Kind ruft als erstes die Eltern an!!!

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      • Petter Uhlenbusch

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        Frau Prothmann,
        ich würde sogar für jede verletzte Drossel anhalten und versuchen ihr zu helfen!

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  • sandra h.

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    Herr uhlenbusch…mein sohn hatte einen schock…deine koerpertemperatur est dadirch niedrig….er zitterte und dachte als erstes halt an mich……selbst erwachsene reagieren unter schock nicht unbedingt angemessen um auf sich aufmerksam zu machen….

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  • Oliver's Sandra Hanslicek via Facebook

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    Herr uhlenbusch…mein sohn hatte einen schock…seine koerpertemperatur war dadurch niedrig….er zitterte und dachte als erstes halt an mich……selbst erwachsene reagieren unter schock nicht unbedingt angemessen um auf sich aufmerksam zu machen….

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    • Petter Uhlenbusch

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      Liebe Frau Hansilcek,
      ich wollte Ihrem Sohn doch keinen Vorwurf machen. Ich hoffe Ihr Junge erholt sich schnell von dem Unfall. Ich möchte lediglich aufzeigen, das man immer versuchen sollte in solch einer Unfall-Situation Hilfe herbei zu rufen. Egal wie. Gute Besserung für Ihren Liebsten!!!

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  • Iman Abbou via Facebook

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    Das sind keine Menschen einfach nur ekelhaft so ein verhalten.

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  • Fürst

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    Ich empfinde totale Wut auf all die, die vorbeigefahren sind – und totales Mitleid mit dem Jungen und dessen Mutter.
    So eine Sauerei.

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  • Claudia

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    Das ist echt nicht wahr
    Wo liegt das Problem den RTW zu rufen, und sich so lange um das Kind zu kümmern ? :(
    Wird immer schlimmer.Ich bin auch vor kurzem mit dem Fahrrad am Ring in Unna gestürzt,alles ist vorbei gefahren,obwohl ich mit dem Bein im Rahmen hang,und mich kaum selbst befreien konnte.Ein älterer Herr mit Stock sah nicht weg, und wollte sofort helfen.Echt schlimm sowas.Gute Besserung für den Jungen

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    • Petter Uhlenbusch

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      Hallo Claudia, gute Besserung! … das hört sich ja mal nach einem größeren Unfall an. Wie ging es denn dann weiter? Ich meine so viele Spaziergänger gibt es am Ring ja wider erwarten nicht. Hat die Feuerwehr Sie dann mit Spezialwerkzeug aus dem Fahrradrahmen geschnitten? Kam ein Unfallwagen, oder wie wurde Ihnen letztendlich geholfen? Der Unnaer-Ring ist ja nicht „ohne“

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  • Andree Klamke via Facebook

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    Nein alle denken nur noch an sich und das ist traurig

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  • Manfred Dennes via Facebook

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    es laufen eben immer mehr Gutmenschen herum !

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  • Manuela Krohn via Facebook

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    es ist schon unfassbar , man kann doch erste Hilfe leisten , erst mal gute Besserung <3

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  • Karin Gärtner via Facebook

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    Wir werden immer mehr eine Gesellschaft der wegguker und nichthelfer ,traurig diese Entscheidung, fast jeder hat ein Handy anscheinend nur um Unfälle zu filmen und nicht um Hilfe zu rufen, bete sich jeder das er nicht in eine hilfsbedürftige Lage kommt und allein gelassen wird, gute Besserung dem Jungen.

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  • Andrea Kamps via Facebook

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    Mein Sohn ist letzte Woche mit dem Longboard schwer gestürzt. Es hielt ein fremder Autofahrer an und fragte,ob er helfen kann oder den Krankenwagen anrufen soll. Bekannte von uns fuhren jedoch vorbei. Komische Welt

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  • Sabine Krüger via Facebook

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    Ja, solche Mitmenschen gibt es immer mehr und mehr! Mein Sohn hat die gleiche Erfahrung gemacht: er ist letzten Sommer in einer 30 Zone mit dem Rad gestürzt, weil ihn ein Autofahrer geschnippelt hat… Dann lag er auf dem Bürgersteig und das Rad halb auf der Straße, alle -und es waren nicht wenige, die im morgendlichen Berufsverkehr dort vorbei mussten, fuhren vorbei und guckten bloß blöd und böse, bis er endlich sein Fahrrad von der Fahrbahn entfernen konnte… Mein Sohn hatte zwar auch blutende Schrammen, aber ihn hatte es nicht gar so schlimm getroffen und er konnte dann aufsteigen und weiterfahren, aber zehn Minuten hat es damals auch gedauert, bis er sich wieder berappelt hatte!! Ich war damals so sauer, dass ich zum Tier hätte werden können, aber leider hatte er sich in dem Schreckmoment das Kennzeichen des schnippelnden Fahrzeugs nicht gemerkt…

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