Rundblick-Unna » Schon 2stellig polizeibekannt: Unnaer (14) mit 2 Großstadtkumpels auf hemmungsloser Diebestour

Schon 2stellig polizeibekannt: Unnaer (14) mit 2 Großstadtkumpels auf hemmungsloser Diebestour

„Im zweistelligen Bereich intensiv polizeibekannt“, sagte uns Bundespolizeisprecher Volker Stall, ist dieses Jungentrio aus Unna und Dortmund: der Unnaer 14 Jahre jung, die beiden Dortmunder 14 und 15.

Gleich 3 Mal in 2 Tagen wurde sie mit vermutlich geklauten Fahrrädern erwischt und gelten bei der Bundespolizei bereits als „Intensivtäter“. „Völlig uneinsichtig und dreist“, so beschreibt der Bundespolizeisprecher das Verhalten des Trios. Weder fehlende kriminelle Motivation noch Hartnäckigkeit könne man den drei jugendlichen Intensivtätern vorwerfen.

Vorab: Alle drei sind deutsche Jugendliche, der 14 Jährige aus Unna lebt bei seiner Familie in der Stadtmitte.

Ihre gemeinsame Diebestour begann am Dienstagabend  (20. Juni) am Bahnhof Bönen. Ein 44-jähriger Bönener konnte nur noch fassungslos zusehen, wie sein abgeschlossenes Mountainbike zusammen mit einer fremden Person im RE 13 nach Hamm verschwand. Sofort wählte er den Polizeinotruf, weshalb die Bundespolizei kurz darauf im Hammer Hauptbahnhof 3 junge Tatverdächtige festnehmen konnte.

Nicht nur das Fahrrad des Böneners hatten die 3 dabei, sondern noch zwei weitere, auch diese vermutlich gestohlen. Tatwerkzeug fand sich auch bei den Jungen. Von keinem der drei waren die Eltern erreichbar, deshalb wurden sie in eine Jugendschutzeinrichtung in Hamm gebracht. Ein Ermittlungsverfahren wegen schweren Diebstahls wurde eingeleitet. Nr 1 in 2 Tagen.

Keine sieben Stunden später, Mittwochfrüh gegen 4.15 Uhr, fielen einem Polizeiteam im RE 1 nach Dortmund abermals drei Jungen auf – dieselben drei, sie waren aus der Jugendschutzeinrichtung getürmt. Wieder hatten sie Fahrräder bei sich. Die gehörten einem „Kumpel“, behaupteten sie lapidar, doch wenig glaubwürdig, deswegen wurden die Drahtesel sichergestellt und die Drei erneut in Gewahrsam genommen. Diesmal verfrachteten die Polizisten sie in eine Dortmunder Jugendschutzeinrichtung. Ein zweites Ermittlungsverfahren wegen schweren Diebstahls kam obendrauf: Nr. 2 in 3 Tagen.

Der 14jährige Unnaer war nach diesem zweimaligen Erwischtwerden nun offensichtlich erst mal vor weiteren kriminellen Ausflügen kuriert – nicht aber seine beiden Großstadtkumpels, die just heute früh (22. Juni) gegen 01:00 Uhr zum dritten Mal im Dortmunder Hauptbahnhof aufgegriffen wurden: Und „wie sollte es auch anders sein, hatten sie Fahrräder dabei“, schließt der Bundespolizeisprecher seinen denkwürdigen Bericht. Wie sollte es anders sein, waren auch diese Räder gestohlen. 

Aktuell befindet sich das Duo wieder in einer Dortmunder Jugendschutzeinrichtung. Wenn es nicht längst schon wieder mit geklauten Fahrrädern herumreist…

Kommentare (9)

  • Helmut Brune

    |

    Unglaublich.

    Antworten

  • luenne

    |

    Jugendstrafrecht bis …21 ???
    Ne richtiges Strafrecht ab 12 Jahre wäre für manche besser …
    Und dann bitte auch mal die volle Härte des Gesetzes nutzen und nicht immer laufen lassen..

    Antworten

    • Redaktion Rundblick-Unna.de

      |

      Gute Idee. :-/

      Antworten

      • Mw85

        |

        Wohl nicht machbar mit deutschen Richtern. Schade!

        Antworten

    • wunderlich

      |

      Na,
      dann gestehen sie den Leuten dieser Altersstruktur sicher auch sämtliche anderen Rechte zu, oder?
      Führerschein, Wahlrecht, Geschäftsfähigkeit etc.

      Antworten

  • Nadine Kastner

    |

    Wo ist denn da der elterliche Einfluss?
    Mal ganz von den diesmaligen Straftaten abgesehen (wird ja nicht das erste und letzte Mal sein), was zum Geier haben KINDER um diese Zeit überhaupt noch draussen zu suchen???
    Die Probleme mit den Kids sind sicher nicht erst gestern entstanden.
    Warum nehmen die Eltern keine Hilfe in Anspruch???

    Antworten

    • Redaktion Rundblick-Unna.de

      |

      Weil es sie möglicherweise nicht interessiert…? Kein Elternteil war auch beim zweiten Aufgreifen der Jugendlichen mitten in der Nacht erreichbar. :-/

      Antworten

  • Benjamin Wagner

    |

    Ab ins Heim mir wurden dieses Jahr auch schon 2 Fahrräder geklaut

    Antworten

  • M.B.

    |

    Da gibt es aber auch andere Szenarios: Alleinerziehend, vom Amt gezwungen, das Kind bereits mit drei oder vier Jahren ganztags im Kindergarten/Kita abzustellen. Hinterher dann Ganztagsschule.
    Fremde Personen zur Betreuung. Schichtarbeit. Wo waren die Erziehungsberechtigten um 2045? Vielleicht irgendwo putzen? Als Tagelöhner einer Zeitarbeitsfirma?
    Und jetzt ist natürlich wer für die Erziehung verantwortlich?
    Auch solche Fälle gibt es oft genug. Als Elternteil ist der Einfluß auf die Erziehung unter diesen Bedingungen sehr gering.
    Früher reichte es auch, wenn ein Elternteil arbeiten ging. Der zweite Teil ging dann für Auto oder Urlaub dazuverdienen. Heute einfach oft aber nur, weil das Geld sonst nicht für das Nötigste reicht.

    Antworten

Kommentieren