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Schon 220 Jugendliche fahren mit SchülerAbo plus

Anke Schneider, verkehrspolitische Sprecherin der Grünen im Kreistag und engagierte Nutzerin des ÖPNV hatte die Idee: Nachmittags sollten auch die Kinder aus Familien im Sozialhilfe-Bezug wie ihre gleichaltrigen Freundinnen und Freunde Bus und Bahn nutzen können: “Bis dahin konnten sich Jugendliche aus Familien mit Anspruch auf ein Sozialticket in ihrer Freizeit mit ihrem Fahrticket lediglich in dem gewählten Bereich des jeweiligen Stadtgebiets oder innerhalb des Kreises Unna bewegen. Mehr ging nicht. Heute können sie nachmittags ab 14:00 Uhr und am Wochenende wahlweise nach Dortmund, Münster, Hamm oder ins Sauerland bis Winterberg fahren.“

Nach dem entsprechenden Kreistagsbeschluss ging es dann am 01.August 2013 endlich los: Zunächst machten knapp 90 Jugendliche im Kreis Unna Gebrauch von dieser Möglichkeit, einen Monat später waren es schon doppelt so viele und die aktuellen Nutzerzahlen liegen bei 220.

Ergänzend fügt Herbert Goldmann, Fraktionsvorsitzender der Kreistagsfraktion hinzu: „Die Grünen wollten mit der Erweiterung des Geltungsbereichs den Schülerinnen und Schülern aus sozialticketberechtigten Familien die gleiche Mobilität ermöglichen, wie ihren gleichaltrigen Altersgenossen. Und natürlich das Sozialticket wieder attraktiver und bekannter machen.“ Denn aus Sicht der VKU und des Kreises ist die erhöhte Nachfrage auch ein finanzieller Erfolg! Durch den Erfolg des Sozialtickets hat sich auch das Wirtschaftsergebnis der VKU verbessert. Aufgrund des erweiterten Berechtigtenkreises (auch Wohngeldempfänger) wird z.B. für 2014 erwartet, dass die  insgesamten Erträge in Höhe von 1.162 T€ aus dem Verkauf des Sozialtickets den Kreisanteil an der Verlustabdeckung vermindern.  „Gut, dass wir als Grüne seit 2008 so vehement für die Einführung des Sozialtickets gekämpft haben! Der sozial- und klimapolitische Erfolg kombiniert sich hier mit dem finanziellen Erfolg.“, freut sich Herbert Goldmann.

 

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