Rundblick-Unna » Bedrückende Parallelen: Auch eine Nachbarstadt verliert ihren Kultur-Motor

Bedrückende Parallelen: Auch eine Nachbarstadt verliert ihren Kultur-Motor

Die Parallelen lassen in ihrer Schärfe innehalten. Nur einen Tag nach Michael Hoffmanns plötzlichem Tod am vergangenen Mittwoch hat eine weitere Stadt – nur unweit von Unna -gleichfalls ihren Kultur-Motor und einen überaus beliebten Politiker und Menschen verloren.

Winfried Spanke, der unter seinem Spitznamen „Wispa“ weit in der Region für seine „Wispa-Festivals“ bekannt war (Foto rechts), starb am Donnerstagmittag – keine 24 Stunden nach Michael Hoffmann -genauso schockierend unerwartet in seinem Haus in Hemer.

Ebenso wie Michael Hoffmann wurde der weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Politiker (Winfried Spanke war bei den Grünen) nur 61 Jahre alt und starb zu Hause eines natürlichen Todes.  Und ebenso wie Michael Hoffmanns Tod verbreitete sich die traurige Nachricht „weit über Hemer hinaus wie ein Lauffeuer, vor allem über die sozialen Netzwerke“, schreibt die „Westfalenpost“ in ihrem Nachruf.

„Wispa“ nahm wie Michael Hoffmann bis zum letzten Tag aktiv an der politischen Gestaltung seiner Stadt teil. Und genau wie der Unnaer Ausnahmepolitiker hat er sich besonders für den Kultur- und Sportbereich eingesetzt. Die Parallelen reichen noch weiter: So war „Wispa“, schreibt die WP, seit Jahrzehnten als „unermüdlicher Motor eines betont nichtkommerziellen, alternativen Kulturbetriebs“ bekannt. Vor allem aber war er – genau wie Michael Hoffmann – „ein Mann mit einem ganz großen Herzen“, schreibt seine Heimatzeitung, „auf seine ganz spezielle Art einer einzigartigen Mischung aus Höflichkeit und Ungezwungenheit ging er auf die Menschen zu.“

In Trauer und Würdigung für beide Verstorbenen.

Unna verabschiedet Michael Hoffmann am Dienstag um 12 Uhr auf dem Südfriedhof.

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