Rundblick-Unna » Schnelle Erfolgsmeldung: Mutmaßliche Lidl-Räuber sind geschnappt – Zahlreiche weitere Überfälle verübt

Schnelle Erfolgsmeldung: Mutmaßliche Lidl-Räuber sind geschnappt – Zahlreiche weitere Überfälle verübt

Klasse Erfolg: Nur eine Woche nach dem brutalen bewaffneten Überfall sind die mutmaßlichen Lidl-Räuber von Unna bereits gefasst worden.

Am Montagabend klickten die Handschellen – und zwar auf dem Rastplatz Haarstrang Nord an der A 44. Gleich vier Männer aus Arnsberg wurden festgenommen, die allesamt im Tatverdacht standen, Raubüberfälle auf verschiedene Supermärkte begangen zu haben. Ermittlungen hatten ergeben, dass die jungen Männer – gerade erst zwischen 19 und 21 Jahren alt – gerade erneut auf dem Weg waren, einen Raubüberfall zu begehen. Die Festnahme vereitelte die neuerliche Tat.

Im Fahrzeug des Quartetts wurden Tatwerkzeuge wie Rucksäcke, Waffen und Kabelbinder aufgefunden und sichergestellt. Den Tätern ist unter anderem den Überfall auf den Lidl-Markt an der Hansastraße am Rosenmontag zuzuordnen: Zwei der Räuber betraten den Discounter fünf Minuten vor Feierabend um 19.55 Uhr; sie bedrohten zwei Verkäuferinnen mit einer Pistole und ließen die beiden Frauen gefesselt im Büroraum zurück.

Den ersten Überfall auf einen Lebensmittelmarkt verübte die Tätergruppe im Juni 2014 in Ense-Parsit.  Weitere Taten folgten in Gießen, Meschede, Engelskirchen und im November 2014 in Anröchte. In allen Fällen gingen die Täter dabei nach dem gleichen Schema vor. Kurz vor Geschäftsschluss betraten die maskierten Männer den Supermarkt und bedrohten die Angestellten mit einer Schusswaffe. Anschließend wurden die Opfer mit Kabelbindern gefesselt und aufgefordert, den Tresor zu öffnen. Die Täter entwendeten die Tageseinnahmen und konnten unerkannt fliehen.

Aufgrund der intensiven Ermittlungsarbeit konnte einem angeblichen Opfer bei dem Raubüberfall auf einen Lebensmitteldiscounter in Ense-Parsit nachgewiesen werden, dass es sich um einen Gehilfen handelte. Dieser war als geringfügig Beschäftigter bei dem Supermarkt angestellt und konnte so interne Informationen weitergeben. Der ebenfalls aus Arnsberg stammende Mann ließ sich absichtlich überfallen und verletzte sich nach der Tat selbst, um einen Raubüberfall vorzutäuschen. Bei der Polizei gab er an, er sei von den Tätern geschlagen worden, weil er sich geweigert hatte, den Tresor zu öffnen. Der 23-jährige wurde ebenfalls festgenommen. Der Haftbefehl gegen ihn wurde jedoch mit Auflagen außer Vollzug gesetzt.

Die vier weiteren Tatverdächtigen waren geständig insgesamt etwa 10 Raubüberfälle begangen zu haben, und wurden am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt. Gegen alle erging Haftbefehl. Weitere Ermittlungen dauern noch an.

Kommentare (9)

Kommentieren