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Schneise der Verwüstung auf Friedhöfen im Nordkreis: Fast 50 Gräber geschändet, Grabschmuck und -lampen gestohlen

Eine Schneise der Verwüstung zogen Vandalen seit Donnerstagmorgen über zwei Friedhöfe in Bönen-Nordbögge und Bergkamen-Rünthe. Insgesamt wurden auf den beiden Friedhöfen bis zum Entdecken der Schandtaten am heutigen Morgen fast 50 Grabstellen geschändet, Grabschmuck und Lampen gestohlen.

Allein den reinen Sachschaden durch die Zerstörungen beziffert die Kreispolizeibehörde in einer aktuellen Mitteilung vom heutigen Mittag auf mindestens 7000 Euro. Hinzu kommt weiterer Schaden in noch nicht zu nennender Höhe durch die Vielzahl gestohlener Gegenstände.

Auf dem evangelischen Friedhof am Ostenhellweg in Rünthe nahmen sich die Grabschänder ca. 40 Ruhestätten vor. Zwischen Freitagnachmittag, 17 Uhr, und heute Vormittag gegen 9 Uhr müssen sie zugeschlagen haben, grenzt die Polizei den Tatzeitraum ein. Über drei Dutzend Gräber wurden verwüstet, Grabschmuck und Grablampen mit Metallbestandteilen verschwanden. Wohl, um sie zu Geld zu machen. Der reine Sachschaden wird auf 5000 Euro geschätzt. Über den Wert entwendeter Gegenstände ist derzeit noch keine Angabe möglich.

Ebenso im Fall der zweiten Friedhofsschändung, von der der Friedhof Nordbögge an der Schulstraße betroffen war. Hier kommt ein größerer Tatzeitraum in Frage, zwischen Donnerstagmorgen und dem heutigen Samstag, 9 Uhr. Sieben Gräber wurden hier verwüstet und ebenso wie in Rünthe Dekorationen wie Grablampen gestohlen. Hier beläuft sich der Schaden auf durch die Zerstörungen auf rund 2000 Euro.

Für beide Friedhöfe wurden Anzeigen wegen Störung der Totenruhe, Sachbeschädigung und Diebstahl aufgenommen. Geschädigte werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Die Ermittlungen dauern an.

Kommentare (4)

  • Helmut Brune via Facebook

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    Für so etwas Abscheuliches und Respektloses fehlen mir die Worte!!!

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  • Karl Hartmann via Facebook

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    Absolut geschmacklos, wer selbst vor den Verstorbenen keinen Respekt mehr hat, geht künftig einen schlechten Weg. Stehlen ist schon schlimm genug, aber was soll die Verwüstung bedeuten, vielleicht sollten diese Menschen es einmal mit ehrlicher Arbeit versuchen, dann bleibt für solche Entgleisungen keine Zeit und auch keine Kraft.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Die Gefühle der Hinterbliebenen werden – vom materiellen Schaden ganz abgesehen – mit Füßen getreten. Zur Trauer über den Verlust kommt dann so etwas noch hinzu. Niederträchtig in Wortes Sinne.

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  • Strabel

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    Unsere Gesetze sind einfach zu lau. Für solche Typen lächerlich!

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