Rundblick-Unna » Schluss mit Stolpern und Stürzen: Im Herbst geht Arbeitsgruppe zur Sanierung der Fußgängerzone an den Start

Schluss mit Stolpern und Stürzen: Im Herbst geht Arbeitsgruppe zur Sanierung der Fußgängerzone an den Start

Am Ende waren alle Wackelsteine in der Bummelzone maigrün gepunktet – alsbald soll die ans Peinliche grenzende Flickschusterei und Stolperei aber endlich beendet sein. Im Herbst geht eine Arbeitsgruppe an den Start, die die Sanierung der maroden Unnaer Fußgängerzone in mehreren Sitzungen beratend begleiten und unterstützen soll.

Fußgängerzone Pflaster grünrer Punkt

Maigrüner Punkt auf grauem Pflasterstein – bedeutete: wackelt. Besser nicht drauftreten. Vor der Festa Italiana wurden diese Wackelkandidaten notdürftig befestigt.


Interfraktionell besetzt soll der neue Arbeitskreis sein, jede der sieben politschen Fraktionen im Rat soll „mindestens einen Vertreter“ entsenden. Das entschied die Politik gestern einstimmig im Stadtentwicklungsausschuss. Keine Mehrheit fand der Vorschlag von Planungsamtschef Ralf Kampmann, diesen interfraktionellen Arbeitskreis – den die Freien Wähler übrigens per Antrag schon seit einem Dreiviertel Jahr fordern –  ans Unnaer „Bauforum“ anzudocken bzw. ihn ins Bauforum zu integrieren. In diesem Gremium sitzen Bau- und Stadtplanungsexperten sowie Politiker, aber eben nicht aus allen Fraktionen.

Deswegen gab es zürnenden Protest, als ausgerechnet Carsten Morgenthal – CDU –forderte: Das Bauforum solle das Projekt „Fußgängerzone“ federführend beraten und vorplanen. Denn die  Politik stimme ja anschließend in den Fachausschüssen und im Rat sowieso noch ab.

„Ich find das nicht so toll“, formulierte Klaus Göldner (FW/FLU-Chef) bissig-vielsagend, „wenn ausgerechnet Leute, die die Fußgängerzone gar nicht sanieren wollen, maßgeblich in so einer Vorbereitungsgruppe sitzen.“ Zur Erinnerung: Die CDU hatte zu der Überzeugung, dass Unnas City-Meile aufgrund vielfacher Stürze tatsächlich ein Sanierungsfall ist, erst über Monate hinweg „getragen“ werden müssen. Ihr Sprecher Rudolf Fröhlich korrigierte diesen Eindruck, der auch aus dem CDU-Kommunalwahlkampf hängen geblieben ist, gestern am Rande der Sitzung wie folgt um: „Die Notwendigkeit an sich war nie strittig, nur der Zeitpunkt des Beginns.“

Fußgängerzone kaputtes Pflaster Sanierung

Flickschusterei im Frühjahr auf der Massener Straße. Stein für Stein, der locker saß, wurde in mühsamer Sisyphusarbeit herausgenommen und akkurat wieder neu eingesetzt. Kein Werk für die Ewigkeit, auch nicht für Jahre – das war dabei klar.

Nun sollen Politik und Bauexperten also nach der Sommerpause in die Planung einsteigen. Auch der Behindertenbeirat müsse in der Gruppe vertreten sein, war sich die Politik einig, denn die „neue“ Fußgängerzone soll ja nicht nur stolperkanten-, sondern auch möglichst barrierefrei sein. Die interfraktionelle Arbeitsgruppe, baute Ralf Kampmann gestern in der Sitzung vor, soll lediglich ein Informations- und Beratungsgremium sein – sie hat keine Abstimmungsbefugnis.

Viel wichtiger als die Frage, welche Farbe die künftigen Steine in der Bummelzone haben sollen, findet Klaus Gölnder allerdings die Finanzierung dieses Großprojekts: „Wir müssen uns frühzeitig über Förderprogramme informieren und uns auch in anderen Städten umsehen, die es trotz Haushaltssicherung ebenfalls gemacht haben.“

Göldners Anregung, wie bei der Kirchplatzfinanzierung „Steinpatenschaften“ pro Quadratmeter „neue Fuzo“ zu vergeben, stieß freilich auf Gelächter: „Wir nehmen Sie beim Wort“, rief Rolf Beyersdorf (CDU) feixend in den Saal, als sich der Freie Wähler-Chef  eilfertig bereits als erster „Bummelzonenpflasterpate“ zur Verfügung stellte.

 

Die bisherige Prioritätensetzung für die Sanierung:

1. Massener Straße

2. Hertingerstraße, insbesondere Bereich Alter Markt bis Seniorentreff „Fässchen“

3. Wasserstraße

4. geringere Priorität: Bahnhofstraße und Alter Markt.

 

Kommentare (8)

  • Christel

    |

    Schon wieder dieser Beyersdorf ?!? Hat er auch mal was sachliches zu sagen ?

    Antworten

  • Anne Kaffeekanne

    |

    Eine unendliche Geschichte !

    Antworten

  • Jama To via Facebook

    |

    Und dann geht Gejammer von vorne los! Nach dem Motto; diese ewige Baustellen. …..

    Antworten

  • Mike Martin via Facebook

    |

    Tina Martin

    Antworten

  • Dennis Bernhöft via Facebook

    |

    Warum wieder Steine? Unsere Reinigungsmaschinen sind nicht für Steine ausgelegt. Daher ist ja vieles im Eimer. Die Fugen sind raus gesaugt/gebürstet siehe Markt. Schönen hellen Teer drauf und alle sind zufrieden. Wenn mal gebuddelt werden muss kann man das anständig zu machen ohne das wieder Steine wackeln. Man sollte auch schauen das LKW´s auf dem Belag fahren können wenn wieder gebaut wird oder wenn Anlieferungen statt finden.

    Antworten

Kommentieren