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Schlafend auf Bahnsteig beklaut – Dieb läuft Polizei in die Arme

Beinahe auf Nimmerwiedersehen, teures Smartphone! Im Schlaf beklaut… fahrlässig freilich…

beklaut! Gerade noch rechtzeitig informierten Sonntagfrüh (18. Juni) Reisende die Bundespolizei über einen akut diebstahlgefährdeten jungen Mann. Der lag nämlich tief und fest schlummernd auf einem Bahnsteig im Dortmunder Hauptbahnhof – sein Smartphone offen neben sich auf eine Bank gelegt. Eine Einladung zur kriminellen Selbstbedienung.

Und fast wäre die Polizeistreife zu spät gekommen. Auf dem Treppenaufgang kam den Beamten bereits ein junger Nordafrikaner schnellen Schrittes entgegen. Als er die Polizisten erkannte, wollte er zurück auf den Bahnsteig eilen – doch die Streife hatte ihn schon gefasst und überprüfte ihn.

Und was fand sich da…? Gleich zwei Smartphones konnten bei dem algerischen Asylbewerber sichergestellt werden. Eins gehörte tatsächlich dem immer noch schlafenden 25-Jährigen auf dem Bahnsteig…  Der junge Mann aus Heiligenhaus wurde geweckt und er bekam sein Eigentum zurück.

Auch das zweite Handy des 24jährigen Algeriers – der in Meschede im Hochsauerlandkreis gemeldet ist – gehörte ihm nicht. Das Gerät war im Mai einem 25-Jährigen in Bochum gestohlen worden. Der Algerier behauptete, er hätte es in einem Café in Dortmund erworben.

Nach einem „Sachvortrag“ bei der Dortmunder Justiz folgte das leidlich Übliche: „Der Dieb wurde auf Grund fehlender Haftgründe später entlassen“, schreibt die Bundespolizei nüchtern ihren bekannten Schlussatz solcher „Erfolgs“meldungen. Gegen den Asylbewerber wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Diebstahls eingeleitet.

Ein fast identischer Fall folgte am selben Sonntag in einem Zug nach Dortmund: http://rundblick-unna.de/smartphonediebe-2-3-mendenerin-erwacht-im-zug-und-schreit-taeter-aus-leibeskraeften-an/

Kommentare (4)

  • Mike

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    Einfach nur noch lachhaft unsere Justiz. Vielleicht sollte die Politik mal darüber nachdenken jeden Asylbewerber gleich mit einem iPhone auszustatten, dürfte die Diebstahlquote einiger Asylbewerber deutlich senken…

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  • Redaktion Rundblick-Unna.de

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    Kaum zu vermuten, dass die Geräte für den Eigenbedarf geklaut werden, Mike. Wir haben übrigens gerade einen fast identischen Fall ergänzt, nur dass die Herren in diesem Fall schon sattsam polizeibekannt waren. Egal – keine Haftgründe…

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    • Mike

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      Oh ok, garnicht bedacht, nunja, wenn die Politik wollte, der Rechststaat wollte, gäbe es sicherlich Lösungen, auch wenn die Netzbetreiber wollen würden, man muss nänlich nur die nicht veränderbare IMEI Nummer Sperren in allen Mobilnetzen, schon ist das Handy wertlos da es sich ein keines der Netze mehr einbuchen kann egal welche SIM Karte man reinsteckt.

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      • Malcolm T.

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        Stimmt, im Grunde ganz einfach. Ich befürchte aber, dass die mächtige Industrie dagegen ein Veto eingelegt hat, denn jedes gestohlene Mobiltelefon bedeutet gleichzeitig den Verkauf eines neuen Gerätes ….. Und wer beschneidet schon freiwillig seine Gewinnerlöse?! Dem Staat scheint es auch egal zu sein, ansonsten hätte er ein derartiges Vorgehen vermutlich längst gesetzlich festgeschrieben. Ein Schelm, der Böses dahinter vermutet :)

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