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Rumänen und Bulgaren „plündern“ bisher nicht Sozialkassen im Kreis

Die anhaltende Einbruchsserie kreisweit und vor allem in Unna (Königsborn) sorgt für anhaltende Diskussionen über gezielt anreisende Banden aus Osteuropa. Interessant für die differenzierte Betrachtung dieses Problems  ist auf diesem Hintergrund eine Mitteilung vom heutigen Morgen auf Antennne Unna:  Sie lautet: Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien unterwandern bisher keineswegs die Sozialsysteme im Kreis Unna.

Im Janaur 2013 bekamen EU-Bürger aus den beiden osteuropäischen Staaten die volle „Arbeitnehmer-Freizügigkeit“. Befürchtungen kamen auf, dass diese Menschen zahlreiche nach Deutschland einwandern könnten, um dort die jedem EU-Bürger zustehenden Sozialleistungen (Hartz IV) in Anspruch zu nehmen.

Tatsächlich beziehen seither mehr als doppelt soviele Rumänen und Bulgaren Arbeitslosengeld II; übermäßig viele sind es aber gleichwohl nicht. 161 waren es im August 2013, 91 mehr als im Vorjahr. Aktuellere Zahlen liegen bisher nicht vor. Zum Vergleich: Insgesamt erhalten momentan kreisweit 39 000 Menschen Alg II.

Ebenfalls wichtig zu erwähnen: Von den 161 osteuropäischen Hartz IV-Empfängern geht ca. jeder Dritte einer Arbeit nach. Diese 50 Bulgaren oder Rumänen verdienen in ihren Jobs aber so wenig, dass sie zusätzlich Alg II beziehen. Sie gehören damit zu den sogenannten „Aufstockern“.

Die vor allem in Königsborn aktiven Einbrecherbanden aus Osteuropa leben nach Erkenntnissen der Kreispolizei auch nicht hier im Kreisgebiet, sondern in benachbarten Großstädten, vor allem in Dortmund (Nord) und in Hagen. Von dort aus reisen sie für ihre kriminellen gezielt über die Autobahnen und Bundesstraßen an, an die Unna bekanntlich besonders gut angebunden ist.

 

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