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Rückruf des Adrenalin-Injektors Jext

Die ALK-Abello Arzneimittel GmbH (ALK) ruft in Abstimmung mit den zuständigen Behörden vorsorglich fünf Chargen des Adrenalin-Autoinjektors Jext® in Deutschland zurück. Außerdem wird vor einem gefälschten Medikament gewarnt. Darauf weist die Amtsapothekerin des Kreises, Birgit Habbes, hin.

Lebensrettender Autoinjektor Hext®

Der Adrenalin-Autoinjektor Jext® ist ein einmalig zu benutzender Adrenalin-Pen, der für die Notfallbehandlung von schweren allergischen (anaphylktischen) Reaktionen auf Insektenstiche oder Nahrungsmittel bestimmt ist. „Grund ist ein möglicher technischer Defekt. Das mögliche Risiko besteht in einer eventuellen Nichtabgabe von Adrenalinlösung bei der Anwendung im anaphylaktischen Notfall“, so die Amtsapothekerin.

Patienten, die einen Jext® Autoinjektor bei sich tragen, sollen sich über die betroffenen Chargen in ihrer Apotheke informieren und können über diese auch einen Ersatz erhalten. Patienten sollen zur Sicherheit ihren Autoinjektor weiterhin bei sich tragen und bei Bedarf anwenden, bis sie den Ersatz-Autoinjektor in der Apotheke kostenlos erhalten haben.

Fälschungen von Pegasys® 180 MCG Fertigspritzen im Umlauf

Amtsapothekerin Habbes gibt außerdem eine Information des Regierungspräsidenten Tübingen weiter. Die Firma Roche hatte vor wenigen Tagen in einem sogenannten „Rote-Hand-Brief“ über eine Fälschung des PEG-Interferon Präparats Pegasys® 180 MCG Fertigspritzen bei einigen Chargen informiert. Das Regierungspräsidium Tübingen warnt nun vor weiteren betroffenen Chargen des Arzneimittelimporteurs ACA Müller ADAG Pharma AG.

Pegasys® (Peginterferon-alpha 2a) wird zur Therapie der chronischen Hepatitis B oder C eingesetzt. Die Fälschung enthält jedoch kein Interferon, sondern eine mit Zellstoff versetzte Glucoselösung. Patienten werden gebeten, sich mit ihrem behandelnden Arzt oder der abgebenden Apotheke in Verbindung zu setzen.

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