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Rückbau des Twiete-Nadelöhrs in Uelzen schürt Sorge um sicheren Schulweg

Unruhe macht sich an der Kreuzung Twiete/Uelzener Dorfstraße in Uelzen breit. Das Nadelöhr zwischen B 1 und Aluwerk mitten in Uelzen wird durch den Übergang der Straßenlastträgerschaft von der Stadt auf den Kreis „neu bewertet“. Auf Deutsch: Die Verkehrsberuhigung im Ortskern steht auf dem Prüfstand. Das treibt die Grünen um.

„Der Kreis steht auf dem Standpunkt, es handele sich um eine Durchgangsstraße, die auch mehr Lkw-Verkehr verkraften müsse. Um diesen Mehrverkehr ungehindert passieren zu lassen, soll die Kreuzung verbreitert, Bäume und Steine entfernt werden“, schlägt die Ökopartei auf ihrer Homepage Alarm. „Dabei ist scheinbar übersehen worden, dass es sich hier um einen Schul- und Kindergartenweg handelt.“

Daran habe sich auch durch den Wechsel der Verantwortlichkeiten nichts geändert, mahnen die Grünen. „Wir, die Grünen in Unna und mit uns viele Menschen im Dorf, machen uns große Sorgen um die Sicherheit unserer Kinder!“

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Die Stadtgrünen appellieren an den Kreis, den geplanten Rückbau der Verkehrsberuhigung zu überdenken. „Diese Maßnahme hat sich über Jahre bewährt und Unfälle an dieser Stelle vermieden.“ Freilich zwängen sich Lieferverkehre – ebenso wie auch Busse und Müllfahrzeuge – nur mit viel Mühe durch diese Engstelle, und selbst für Pkw wird es haarig, wenn sie sich an der Wegkreuzung gegenüberstehen. Das Lkw-Argument können die Grünen aber „so nicht nachvollziehen“ – denn für Lorrys über zehn Metern Länge herrsche schließlich Durchfahrtsverbot durchs Dorf – dasselbe gilt für durchfahrende Pkw, die kein direktes „Anliegen“ haben, sprich für „Nichtanlieger“. Wenn sich dennoch immer wieder große Lkw und Durchfahrer durch die Engstellen zwängen – selbst Schuld, finden die Grünen.

(Bildrechte: Grüne Unna)

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