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Repariert mit Kabelbindern: Schrottreifer Schrottwagen an A1 gestoppt

Im „erbarmungswürdigen Zustand“ war laut Autobahnpolizei Kamen ein wahrlich schrottreifer Schrottwagen, der am Donnerstagnachmittag bei Kamen an der A1 die Aufmerksamkeit eines Streifenteams erregte.

Der Klein-LKW – ein Schrotthändlerauto – stand an der Ampel der Anschlussstelle Kamen-Zentrum, zur Zufahrt der A1 in Richtung Köln. Die Streife lotste das Fahrzeug des „Klüngelkerls“ auf das Gelände der Autobahnpolizeiwache.

Im Fahrzeuginneren fanden die Beamten, wie erwartet, jede Menge Schrott. Auffälligerweise jedoch in Form von Elektroschrott, das heißt hauptsächlich alte Fernseher und andere Elektroartikel. Eine entsprechende Genehmigung konnte der 34-Jährige aus Castrop-Rauxel nicht vorlegen.

Die Überprüfung des LKW zeigte dann sehr schnell, dass der äußere desolate Zustand auch auf den technischen Zustand schließen ließ. So zeigte eine Bremsscheibe auf den ersten Blick einen stark korrodierten Zustand. Ein technischer Sachverständiger stellte wenig später eine Vielzahl von erheblichen Mängeln fest.

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So lag unter anderem eine ungleichmäßige Abnutzung der Bremsen vor, das Lenkgetriebe war undicht, Spurstangenköpfe ausgeschlagen, der Bremskraftregler ohne Funktion und der Querträger ausgerissen. Zudem hatte die Mehrzahl der Sicherheitsgurte keine Funktion mehr.

Da sich noch zwei Beifahrer in dem Fahrzeug befanden, waren diese somit völlig ungesichert. Der Sprinter wurde letztendlich durch den Sachverständigen als komplett verkehrsunsicher eingestuft und entsiegelt. Die Kennzeichen sichergestellt.

Haareraufendes Schlusszitat der Polizei: „Nicht auszudenken, wenn dieser vollbeladene Klein-LKW auf der Autobahn eine Notbremsung, oder ein Ausweichmanöver hätte machen sollen…!“

Kommentare (3)

  • Peter Locke via Facebook

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    Und den Führerschein einkassieren…nicht vergessen😜

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  • Dagmar Kuhn via Facebook

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    Aber bitte nie wieder aushändigen

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  • Helmut Brune

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    Lebensgefährlich, solche Unverantwortlichkeit. Wenns dann schief läuft, wundert man sich, wieso auf der A1 immer soviele Unfälle passieren.

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