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Rechtsextremer Aufmarsch in Dorstfeld geplant

Blick nach Dortmund-Dorstfeld: 200 Rechtsextreme wollen am 28. März lautstark auf dem Wilhelmsplatz aufmarschieren. Der Bundesverband der Partei „Die Rechte“ hat eine  Kundgebung mit 200 Teilnehmern angemeldet, die unter dem Thema steht: „Rock für Dortmund – Laut gegen Sozialabbau, Masseneinwanderung und Perspektivlosigkeit“. Zeit: 12 bis 22 Uhr.

Die Dortmunder Polizei kündigt an: „Wir werden diese Anmeldung unter strengsten Maßstäben prüfen. Dabei werden Erfahrungen mit den Rechtsextremisten aus vergangenen Veranstaltungen nicht unberücksichtigt bleiben.“

Das gilt auch für die Vorfälle bei der „HogeSa“ in Köln am 26. Oktober. Dort marschierte ein Großteil der Dortmunder Rechtsextremisten auf. In der Internetpublikation der Rechtsextremisten wird in diesem Zusammenhang bereits von einer Vereinigung von Hooligans und rechtsextremistischen Interessengruppen gesprochen.

Der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange macht heute deutlich: „Wir werden mit allen Mitteln zu verhindern versuchen, dass gewaltbereite, rechtsextremistische Verfassungsfeinde die Bürgerinnen und Bürger in Dortmund gefährden und unseren demokratischen Rechtsstaat angreifen können. Dabei werden wir alle rechtlichen Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen, nutzen.“ Die Dortmunder Polizei werde keine Veranstaltung zulassen, mit der ein Klima der Angst und der Einschüchterung insbesondere zum Nachteil der hier lebenden Migranten erzeugt werde, so Lange weiter.

Die Anmeldung des Bundesvorsitzenden der Partei „Die Rechte“ für den 28. März 2015 steht zudem im Licht einer Straftat, die sich genau zehn Jahre zuvor ereignete: An diesem Tag wurde ein Punker – auch als „Schmuddel“ bezeichnet – von einem Tatverdächtigen „mit Bezug zur rechten Szene“ umgebracht.

(Foto: Bundeszentrale für politische Bildung)

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