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Realistische Simulationen von Lkw-Überschlägen und Drängeln: Aktionstage der Autobahnpolizei

Fast wöchentlich schwere Unfälle auf Autobahnen, meist an Stauenden oder bei Überholmanövern: Dagegen geht die Autobahnpolizei nächste Woche mit ihren Aktionstagen vor. Auf dem Autohof Senden an der A 43 sind ab Montag zwei ganz neuartige Simulatoren aufgebaut: Der eine zeigt realistisch, was im Fahrerhaus passiert, wenn sich ein Lkw überschlägt, der zweite führt abschreckend die schlimmen Folgen vor, wenn man zu nah auf den Vordermann auffährt. Schon vorab: Wer unter der Woche keine Zeit hat, kann sich die Simulationen auch noch am Samstag, 23. Mai, ansehen.

Mangelnder Sicherheitsabstand sowie keine Lust aufs Angurten – das sind Hauptursachen für schwere Verletzungen bei Autobahnunfällen, weiß die Polizei. Dennoch verzichtet jeder dritte Lkw-Fahrer und -Beifahrer sorglos auf den Gurt. 

„Bei drei von vier schweren Unfällen kann der Gurt die Verletzungen der LKW-Insassen vermindern oder gar vermeiden“, betont die Polizei. Vor diesem Hintergrund führen die Verkehrssicherheitsberater des Präsidiums Münster vom 20. bis 23. April auf dem Autohof Senden ihre Aktionstage durch; gemeinsam mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat und der Berufsgenossenschaft Verkehr. Ein großer Überschlagsimulator wird aufgebaut, der seitliches Umstürzen bzw. den Überschlag eines LKW simuliert. Die Auswirkungen mit und ohne Angurten für den Fahrer werden unmittelbar erlebbar.

Allzu viele Lkw- und auch Pkw-Fahrer fahren außerdem gerade auf Autobahnen viel zu dicht auf: Deswegen wird an den Aktionstagen ein gänzlich neuartiger Abstandsimulator vorgestellt. Er  misst auf Sekunden genau die Reaktionszeit des Fahrers und die daraus entstehenden Wege. Beeindruckend abschreckend wird dargestellt, dass ein Laster mit 30 Meter Abstand zum Vordermann keine Chance hat, einen Auffahrunfall zu vermeiden.

Alle interessierten Pkw-Fahrer, Fahrschulen mit ihren Schülern, junge Fahrer und Senioren sind zu einem Besuch der Aktionstage am Autohof Senden herzlich eingeladen. Die Polizei bietet die Simulationen zu folgenden Zeiten an: Montag, 20. April, 11 bis 19 Uhr, 21. April von 10 bis 18 Uhr und 22. April von 10 bis 18 Uhr. Zudem ist noch ein Samstag geplant: 23. Mai, 9 bis 13 Uhr.

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