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Raser tötete 18jährige Dortmunderin: Drei Jahre und zehn Monate Gefängnis

Mit mindestens 120 km/h soll er gerast sein, wo 50 vorgeschrieben waren. Er fuhr eine 18jährige Dortmunderin an, die auf Inlineskates unterwegs war – die junge Frau, Marie ihr Name, starb noch an der Unfallstelle. Das Landgericht in Nürnberg, wo der furchtbare Unfall vor vier Monaten passierte, fällte heute das Urteil. Der 27-jährige Fahrer geht für drei Jahre und zehn Monate ins Gefängnis. Wenn er denn geht. Denn seine Verteidigung geht zunächst mal in Berufung.

Der gewissenlose Raser, 27 Jahre alt, soll betrunken und zusätzlich von Drogen vernebelt gewesen sein. Aus purem Spaß raste er auf jener Straße in Nürnberg auf und ab und zog immer wieder heulend den Motor hoch. Sein Fahrzeug war weder zugelassen noch versichert. Im Handschuhfach, so die Anklage, lag außerdem eine Schreckschusswaffe. Ungeladen, doch der Mann besaß keinen Waffenschein.

Die Anklage warf dem Raser fahrlässige Tötung, Gefährdnung des Straßenverkehrs, Urkundenfälschung und Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz vor. Sie benannte sieben Sachverständige und 43 Zeugen.

 

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