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Randalierer auf Sportplatz: Beindurchschuss – 2 Polizisten dienstunfähig

Der Barfuß-Randalierer am Mittwochabend auf einem Sportplatz im Dortmunder Stadtteil Lütgendortmund hat nicht nur selbst einen Beinschuss erlitten, sondern auch 2 Polizisten ins Krankenhaus befördert. Das teilt heute Nachmittag die Polizei Recklinghausen mit, die den zunächst bizarr anmutenden Fall von ihren Dortmunder Kollegen übernommen hat.

Aus Neutraliätsgründen, wie die Dortmunder Behörde erklärt. Denn die Schüsse auf den Randalierer wurden von den verfolgenden Dortmunder Polizisten abgegeben.

Der Mann, ein mittlerweile identifizierter 39-Jähriger aus Polen, hatte frühabends auf einem Sportplatz randaliert. Dort trainierte gerade die Fußballjugend. „Der Mann lief auf das Spielfeld und schrie die Sportler und Betreuer an“, heißt es im aktuellen Bericht der Polizei.

Die jungen Spieler wurden vorsorglich von Eltern und Trainern vom Platz geholt. Als die hinzugerufene Polizei eintraf, reagierte der Mann aggressiv und ging auf die Beamten los. Er schlug auf die 43-jährige Polizeibeamtin und den 31-jährigen Polizeibeamten so heftig ein, dass beide verletzt wurden.

Trotz des Einsatzes von Pfefferspray durch die Beamten gelang es dem Aggressor, in nahegelegene Gärten zu flüchten. An einer Laube stellten ihn die uniformierten Verfolger: Dort war die Scheibe eingeschlagen. „Bei der Festnahme kam es zum Schusswaffengebrauch“, schildert die Polizeipressestelle abschließend das bisher Feststehende, dabei erlitt der Mann einen Beindurchschuss. Er wurde ins Krankenhaus gebracht und operiert. Sein Zustand ist stabil.

Die eingesetzten Polizeibeamten mussten ebenfalls im Krankenhaus behandelt werden: Sie sind zur Zeit nicht dienstfähig.

Die Ermittlungen dauern an.

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