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Rätselraten um steinerne Skulpturen im Bornekamp

Ein Steinbock aus Stein… und weitere wunderschöne steinerne Skulpturen, aufgestellt im Bornekamp zur Freude der erholungssuchenden Spaziergänger. Die Freude ist getrübt, seit Vandalen sich an den Skulpturen vergriffen und beispielsweise den wunderhübschen Steinbock brutal aus seinem Sockel schlugen.

Skulpturen im Bornekamp (2)

Ärger über solchen hirnlosen Vandalismus.

 

Dieser blindwütige Vandalismus regt viele Bornekampspaziergänger sehr auf, sie machen ihrem Ärger über die sozialen Netzwerke Luft. Auch im „Refugio“ an der Flügelstraße sind die künstlerischen Tierfiguren und Bänke Thema, berichtet Inhaberin Katja Vogt: Das Rätselhafte: Niemand weiß, wer diese Figuren im Bornekamp (z. B. auch am hinteren Teich) aufgestellt hat und welche Bedeutung sie haben. Sternzeichen vielleicht, vermuten Leser?

Wir fragten bei der Stadt nach. „Der Künstler des Steinbocks ist uns nicht bekannt“, berichtet Rathaussprecherin Katja Sahmel, „die Stadt ist nicht Eigentümerin und hat auch keine Genehmigung zum Aufstellen dieser Werke erteilt.“ Irgendwer aufgestellt hat sie aber nun, diese Werke, auch wenn sie zwischenzeitlich ärgerlicherweise Opfer von Zerstörungswut wurden.

Die steinernen Skulpturen gehören laut Katja Sahmels Auskunft damit nicht zur „Kunst im öffentlichen Raum“, die den Besuchern und Bürgern in der Stadt an vielen Stellen begegnen. Plastiken und Denkmäler, Skulpturen ebenfalls, und auch der Eselsbrunnen auf dem Alten Markt gehört dazu.

Alter Markt Eselsbrunnen

Zur „Kunst im öffentlichen Raum“ – zu der zum Beispiel auch wie hier der Eselsbrunnen auf dem Alten Markt gehört – zählen die Steinskulpturen im Bornekamp nicht. Die Stadt weiß nicht, von wem sie stammen, und hat keine Genehmigung zum Aufstellen erteilt.

Neben den 37 Außenobjekten in der Stadt und den Stadtteilen bietet auch das Rathaus Kunst im öffentlichen Raum: In der Rathausgalerie versammeln sich inzwischen 84 Kunstwerke, über die Jahre von der Stadt erworben oder gestiftet worden: Gemälde, Skulpturen, Plastiken. Ihre Schöpfer sind örtliche Künstler wie Jutta Hellweg und Peter Menne sowie oder vier großen Unnaer Künstler Kürten, Oldenburg, Buschulte und Baron (K.O.B.B.). Alle Informationen und Bilder zu den Kunstwerken finden sich auf unna.de (http://www.unna.de/kreisstadt+unna/konzern-stadt/kulturbetriebe-unna/kulturbereich/kunst-im-oeffentlichen-raum.html).

Update: Inzwischen wurde uns mitgeteilt, dass – wie zu vermuten war – ein Privatmann die Skulpturen im Bornekamp aufgestellt hat. Er finanzierte sie mit privat gesammelten Spenden. Vorbildlich!

Kommentare (8)

  • Petter Uhlenbusch

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    Ein erschreckender Vandalismus breitet sich aus. Das macht mich sehr traurig!

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  • Heinz Müller via Facebook

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    Wieder mal dumme Jugendliche, welche kein Verständnis von Eigentum und Wert haben, wirklich schade. Was die Statuen betrifft, habe ich mich auch schon gefragt wo die herkommen oder wer die gestiftet hat. Sie waren auf jeden Fall schön.

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  • Andre Heyn via Facebook

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    Heinz Müller wo wird in diesem Artikel auch nur einmal erwähnt das es Jugendliche waren?
    Wer weiß vllt waren es auch Erwachsene?
    Aber is ja einfach immer alles auf die Jugend zu schieben.

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  • Björn Hauske via Facebook

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    Die Skulpturen wurden durch spenden finanziert die ein unna Bürger gesammelt hat, und diese durch Eigenleistung dort aufgestellt hat.

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  • Gero Bangerter via Facebook

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    Respekt vor dem Eigentum anderer wird wegen der aktuellen Politik, die Eigentum als Verfügungsmasse aller sieht, anscheinend nicht mehr ausreichend vermittelt. Die zudem vorherrschende Kuscheljustiz tut dieser Entwicklung auch keinen Abbruch – im Gegenteil.

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  • Heike Lohrmann via Facebook

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    Scheiß egal wer es war MUßTE sofort Krebs an den Händen bekommen

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