Rundblick-Unna » Quartett will alter Frau Kette vom Hals reißen – Seniorin schreit laut – Zwei vorbildliche Zeugen

Quartett will alter Frau Kette vom Hals reißen – Seniorin schreit laut – Zwei vorbildliche Zeugen

Das Opfer, eine 79jährige Seniorin, schrie laut um Hilfe, und zwei Zeugen eilten herbei – einer hatte sich vorher schon das Kennzeichen des Wagens gemerkt, so dass gute Chancen bestehen, das skrupellose Quartett zu schnappen. Es wollte – aus dem Auto heraus und durch einen Angriff von hinten – der alten Dame die Halskette vom Hals reißen wollte. Geschehen ist das vorgestern in Dortmund-Huckarde, am hellen Tag auf der Straße. Die Polizei lobt die beiden Zeugen ausdrücklich, denn sie verhielten sich schon vor der Tat vorbildlich.

Zur Tat selbst: Aus einem Auto heraus sprachen zwei Unbekannte, ein Mann und eine Frau, die Seniorin an. Sie trat an den Wagen heran und wollte hilfsbereit einen Weg erklären, nach dem die zwei im Auto sie fragten. In dem Moment packte die Frau aber schon nach der Halskette der Seniorin und zerrte daran. Eine zweite unbekannte Frau kam plötzlich hinzu und versuchte, die Kette über den Kopf der Dortmunderin zu stülpen.

In dieser Schocksekunde reagierte die 79-jährige aber instinktiv richtig: Sie schrie um Hilfe, so laut sie konnte. Sofort eilten zwei Männer herbei, 60 und 41 Jahre alt. Durch die Schreie und die herannahenden Zeugen wurden die Kriminellen in die Flucht geschlagen. Die zwei, die noch draußen standen, sprangen zu den anderen beiden ins Auto und rasten davon.

Zwei Frauen und zwei Männer waren es, beschrieben die beiden Zeugen. Sie konnten auch das Fluchtfahrzeug gut beschreiben: ein blauer Audi, der an der Fahrerseite auffällig stark beschädigt ist. Einer der Zeugen hatte sich sogar das spanische Kennzeichen gemerkt.

Die Überprüfung des Kennzeichens ergab, dass es zur Insassenfeststellung ausgeschrieben ist. Die Polizei ermittelt jetzt.

Ausdrücklich lobt sie das vorbildliche Verhalten der beiden Zeugen. Bereits kurz vor der Tat war der 60-Jährige auf das Auto aufmerksam geworden, weil es quer auf dem Behindertenparkplatz stand. Er merkte sich Aussehen und Kennzeichen genau. Als er die alte Frau um Hilfe schreien hörte, rannte er los. Dabei forderte er lautstark auch andere Passanten zur Hilfe auf. „Das ist der richtige Weg: Helfen und sich gleichzeitig helfen lassen!“, betont die Polizei. „Im Ernstfall nicht alleine stehen!“

Die Dortmunder Polizei warnt in diesem Zusammenhang noch einmal: Gerade jetzt in der wärmeren Jahreszeit wird oftmals auch Schmuck über der Kleidung getragen und nicht von Schals oder Jacken verdeckt. Oftmals mit fadenscheinigen Gründen bitten die Täter ihre auserkorenen Opfer – meistens handelt es sich um ältere, wehrlose Frauen – um Hilfe, dies kann z. B. eine Frage nach dem Weg sein. Sobald das Opfer nah genug ist, wird der Schmuck ergriffen und daran gezerrt. Dies führt nicht selten zu Verletzungen und / oder Sturz des Opfers. Seien Sie aufmerksam, schauen Sie sich Ihr Gegenüber eindringlich an. Sollte Ihnen die Situation Unbehagen verschaffen, sprechen Sie weitere Leute an und bitten um Hilfe oder rufen Sie den Notruf 110.

Kommentare (3)

  • Suse Hartmann via Facebook

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    Schrecklich !! In was für einer Welt leben wir eigentlich?!

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  • Helmut Brune

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    Kriminalität wird immer mehr. Auch wenn Umstehende und Zeugen vorbildlich gehandelt haben ist hier immer Vorsicht geboten. Immer zuerst an die eigene Sicherheit denken und NIE den Helden spielen wollen. Ein Helfer, dem etwas zustößt, kann nicht mehr helfen. Fotografieren, video machen, Autokennzeichen festlegen, Täter beschreiben, all das sind Sachen, die der Polizei helfen können. Aber wie gesagt, kein Risiko eingehen.

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  • Andreas Gidom via Facebook

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    Tja vielleicht sollte mann Stichproben an den Sogenannten Grenzen Die es nicht mehr gibt Machen

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