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Prünte-Baustelle: „Verzicht auf Tiefgarage hatte Zufahrtsgründe“

Der Prünte-Invenstor verzichtet plötzlich auf seine geplante Tiefgarage – und kurz danach werden bei Bohrungen großflächige unterirdische Hohlräume entdeckt? Hängt das womöglich irgendwie zusammen? Nein, erwiderte Planungsdezernent Ralf Kampmann in der Ratssitzung auf diesen Punkt im Fragenkatalog von Piratenfraktionschef Christoph Tetzner.

Dass es unterirdische Kellerräume unter dem Gebäudekomplex gibt, sei bekannt gewesen und dem Bauherrn auch kommuniziert worden. Dass der Schwerter Investor den Verzicht auf eine vorher geplante unterirdische Garage angemeldet habe, sei aber anderen Ursachen geschuldet. „Der erste Grund, dass eine Tiefgarage nicht gebaut wird, sind Zufahrtsprobleme“, sagte Kampmann. Es sei dies eben die momentan schwierigste Baustelle im Stadtbereich.

Dass schwierige Zufahrten eigentlich schon vorher hätten bekannt sein müssen, konnte im Rat niemand kritisch hinterfragen: Denn Aussprachen und damit auch kritische Nachfragen sind laut Rats-Geschäftsordnung (Par. 17, Absatz 4) nicht erlaubt. Bürgermeister Kolter, in der Sitzung am Donnerstag von Klaus Göldner (FW/FLU) zur Anwendung des Paragrafen aufgefordert, nahm die Order wörtlich und verhängte das Nachfrageverbot gleich über die Anfrage zur Prünte-Baustelle.

Kommentare (5)

  • Daniela Walter via Facebook

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    Nachfrageverbot?! Wie albern ist das denn???? Tztztz …

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  • Sarah Göldner

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    Ist auch so nicht richtig. Wer den Paragrafen liest, wird feststellen, dass der Anfragende durchaus eine weitere Frage zu seiner Anfrage stellen darf.
    Aber eine Aussprache findet nicht statt, dh. seine Anfrage wird nicht zur Diskussion mit anderen gestellt…und das ist auch gut so. Denn der Fragende möchte von der Stadtverwaltung eine kompetente, sachliche Antwort und keine Diskussion. Für Diskussionen ist im Rahmen der Tagesordnung unbegrenzt Zeit.

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  • Helmut Brune via Facebook

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    Ganz langsam kommt immer mehr ans Licht, zu diesem leidigen Thema. Es ist eigentlich nicht mehr aus zu schließén, daß hier Fehler gemacht wurden. Wir sollten uns hier jedoch nicht in Vermutungen steigern. Was diesen „Nachfrageverbotsparagraphen“ betrifft und wir doch bei Vermutungen sind, so könnte der theoretisch auch genutzt werden um lästige Fakten unter den Teppich zu kehren. Ich sage nicht, daß das geschieht aber Möglich wäre es.

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  • Andreas Gidom via Facebook

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    Nachfrage Verbot Nee Lach Nummer

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  • Fürst

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    Eine Tiefgarage an der Stelle sollte m.E. ein Muß sein angesichts der Parksituationen in Unna.
    Jetzt, mit den ihm wahrscheinlich bekannten Hohlräumen „aufgefallen“, wird der Bauherr wahrscheinlich umschwenken und eine TG wieder wollen.
    Mal abwarten, wie sich das entwickelt.

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