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Prügelei zwischen Kurden und Türken in Brambauer: Polizei berichtet erst auf Anfrage

In Lünen-Brambauer haben sich türkische und kurdische Jugendliche am Montagabend (29. 5.) eine wilde Prügelei geliefert. Mehrere Polizeieinsätze wurden nötig inklusive Pfeffersprayeinsatz. Darüber berichteten am Mittwoch die Ruhr Nachrichten Lünen. Die für Lünen zuständige Polizeidirektion Dortmund teilte aus eigener Initiative nichts über die Schlägerei mit.

Erst auf Nachfrage der RN-Redaktion Lünen, die von einer Leserin informiert wurde, bestätigte die Polizeipressestelle den Vorfall  2 Tage später. Sie spricht von „einer Auseinandersetzung rivalisierender Jugendgruppen mit kurdischen und türkischen Wurzeln, wechselseitigen Provokationen und einem Handgemenge“. Ein 17 Jähriger wurde vorläufig festgenommen.

Insgesamt, so zitieren die RN den Dortmunder Polizeisprecher Kim Freigang, werde nun gegen 7 Tatverdächtige wegen Körperverletzung ermittelt. Ein Polizeibeamter soll auch leicht verletzt worden sein.

Dass von alldem nichts auf dem Blaulichtportal der offiziellen Presseberichte erwähnt wurde, erklärt Freigang so: „Es war eine normale Körperverletzungsgeschichte, insofern ist sie am besagten Tag nicht geschrieben worden.“ Außerdem sei die Pressestelle an dem Abend noch mit anderen Fällen beschäftigt gewesen.

Von der Prügelei in Brambauer ist jedoch bis zum jetzigen Zeitpunkt (Mittwoch 23.30 Uhr) nichts im Polizeibericht zu finden.

Kommentare (7)

  • fürst

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    Verheerende Informations“politik“!

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  • Dagobert

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    Unglaublich ! Ein Polizist wird beim Lügen erwischt und behauptet dann auch noch, dass es doch ganz normal sei. Dann muss die Bevölkerung ja auch nicht mehr über die „ganz normalen Mord-Geschichten“ und die „ganz normalen Raubüberfall-Geschichten“ informiert werden. Hauptsache, die Statistik ist hübsch geschönt und das „subjektive Sicherheitsgefühl“ wird nicht gestört.

    Herr Freigang folgt mit der „ganz normalen Lügerei“ ja offensichtlich den Wünschen seiner Vorgesetzten und der Politik. In der freien Wirtschaft hätte es für diese Nummer Konsequenzen gegeben.

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  • Willy

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    Etwas mehr Toleranz täte der Polizei gut.
    Jede Kultur hat ihre Gewohnheiten, die sollte man nicht stören.

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  • Mike

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    Ist ja nun nichts Neues, über den Polizeieinsatz letze Woche an der PWG wird ja auch NICHTS berichtet genau wie über vorheriger Einsätze dort. Immer brav ein Deckmäntelchen drüber halten damit die Öffentlichkeit nichts erfährt.

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    • Redaktion Rundblick-Unna.de

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      Wenn wir von solchen Zwischenfällen erfahren, stellen wir – wie es ja auch die Kollegen der RN in Lünen getan haben – grundsätzlich Anfrage bei der Polizei, die dann bestätigt oder eben nicht.

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  • Wielangenoch

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    Ich bin der Redaktion immer wieder dankbar ,aufzudecken was uns Polizei und Politik zu verschweigen versucht.Wenn ich an den durchgeknallten Mann in der USA denke der 2 Männer mit ein Messer verletzt hat und einen Medienrummel verursacht hat und im Gegenzug das deutsche Medien Verletzungen,Raub und Vergewaltigungen nicht beachtenswert halten,halte ich für Gefährdung von Menschenleben.

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    • Redaktion Rundblick-Unna.de

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      In diesem Fall dockt sich die Redaktion an die Aufdeckungsarbeit der RN-Kollegen an, Wielangenoch. Gleichwohl werden wir immer auch selbst solchen Vorfällen nachgehen, wenn wir von ihnen erfahren. Das geschieht häufig durch Leser.

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