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Prozessauftakt in Lünen um Babyleichen: Tötungsverdacht gegen Mutter

Versuchte Tötung – so lautet ab heute der Verdacht gegen die Mutter der vor zwei Jahren gefundenen skelettierten Babyleichen.

Und da Kapitalverbrechen nicht an Amtsgerichten, sondern an Landgerichten verhandelt werden, geht der heute in Lünen begonnene Prozess an die übergeordnete Dortmunder Gerichtsbarkeit über. Die  Prüfung des Falls am heutigen Verhandlungstag am Lünener Amtsgericht – dem einzigen Tag, der für den furchtbaren Fall angesetzt war – ergab den Verdacht, dass sich die Mutter der versuchten Tötung schuldig gemacht hat.

Rückblende: Die beiden Babys der heute 31-Jährigen waren im Oktober vor zwei Jahren bereits skelettiert in einer völlig verwahrlosten Wohnung in der Dortmunder Nordstadt gefunden worden (Rundblick berichtete gestern). Das eine Kind hatte eineinhalb Jahre tot in der Wohnung gelegen, das andere – das zum Todeszeitpunkt erst vier Wochen alt gewesen war – rund fünf Monate. Die Frau hatte beide Babys heimlich zur Welt gebracht und die Geburten beim Standesamt nie angezeigt. Das Jugendamt Dortmund war die ganze Zeit über ahnungslos.

Die Staatsanwaltschaft Dortmund hält die 31-Jährige nach Sichtung mehrer Gutachten für tatverdächtig.

 

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