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Prozess wegen Babytötung: „Haustiere besser versorgt als eigene Kleinkinder“

Sie brachte ihr Baby im Keller zur Welt und ließ es dort unversorgt sterben. Wir berichteten wiederholt über diesen schrecklichen Fall vom vergangenen Herbst. Im Prozess gegen eine dreifache junge Mutter, die des Totschlags angeklagt ist, haben Mitarbeiterinnen des Dortmunder Jugendamtes die 23Jährige heute schwer belastet.

Der WDR berichtete am Nachmittag, dass die Zeuginnen die Angeklagte als ausgesprochen lieblos mit ihren Kindern beschrieben. Eine Sozialarbeiterin wird von dem Sender mit der Aussage zitiert: Die Haustiere der Familie seien besser umsorgt gewesen als die drei Kleinkinder.

Die Angeklagte soll Ende Oktober vergangenen Jahres ihr viertes Kind – ein Mädchen – heimlich im Keller zur Welt gebracht und unversorgt zurückgelassen haben. Das kleine Mädchen starb elendiglich. Ein als Gutachter gehörter Kinderarzt hatte im Prozess bereits ausgesagt, dass der Säugling lebensfähig zur Welt gekommen sei. Die drei weiteren Kinder der Frau aus Dortmund-Marten – alle drei Jungen – waren laut früheren Berichten von Polizei und Staatsanwaltschaft bereits in Pflegefamilien untergebracht worden.

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