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Privatfirmen putzen 200 000 Euro billiger – trotzdem will die SPD sie nicht

200 000 Euro im Jahr einsparen: Das geht, hat Kreiskämmerer Thomas Wilk ausgerechnet, wenn künftig nicht mehr kommunale, sondern private Putzfirmen in den kreiseigenen Gebäuden Besen und Feudel schwingen.

Die SPD ist nicht begeistert von dieser Idee. 200 000 Euro hin oder her. „Die Gefahr ist zu groß, dass private Anbieter nur dann preiswerter putzen können, wenn die Qualität der Leistung sinkt und sich die Arbeitsbedingungen verschlechtern“, erklärt die Kreistagsfraktion nach ihrer Haushaltsklausur. Auf Deutsch: Privatfirmen putzen evtl. nicht so gründlich und bezahlen ihre Leute mies.

„Wir werden nichts mitmachen, was dazu führt, dass wir erst beim Personal einsparen und anschließend das Geld über die Sozialausgaben wieder drauflegen müssen – weil die Mitarbeiter von Reinigungsfirmen als Aufstocker zusätzlich Hartz-IV in Anspruch nehmen müssen“, versichert Fraktionschefin Brigitte Cziehso nach den Beratungen, an denen auch ein Vertreter des Kreispersonalrates teilnahm.

Die Sozialdemokraten versichern trotzdem: „Wir wollen den Kurs größtmöglicher Sparsamkeit auch beim Personalhaushalt fortsetzen. Das ist der Kreis nicht zuletzt den Städten und Gemeinden schuldig, die zur Finanzierung des Haushalts beitragen müssen und selbst gegenwärtig höchste Zurückhaltung üben müssen.“ Wie z. B. Unna durch ein rigides Haushaltssicherungskonzept.

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