Rundblick-Unna » Polizeitelefone liefen heiß – Immer noch Gerüchte um Amokalarm am BK Menden

Polizeitelefone liefen heiß – Immer noch Gerüchte um Amokalarm am BK Menden

Nach dem Amok(fehl-)alarm gestern Mittag im Hönne-Berufskolleg Menden liefen vor allem die Gerüchte Amok.

Gefühlte 300 Male mussten die Polizeisprecher Dilling und Boronowski in der Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis gestern zum Hörer greifen, aufgeregte Fragen beantworten und Fehlmeldungen dementieren. Einige halten sich trotz wiederholter Dementis (Polizei MK, Polizei DO, Bezirksregierung) weiterhin hartnäckig.

Eine dieser Mitteilungen erreichte unsere Redaktion am späten gestrigen Abend. Das Mysteriöse an dem angebeblichen Fehlalarm, schrieb uns der Absender, sei: Man könne den Amok-Alarm im Hönne-Kolleg nur auslösen, wenn ein Lehrer ihn bestätige. Nach 5 Minuten sei der Alarm nochmals ausgelöst worden. Und es sei ein echter Amoklauf gewesen mit sogar zwei Amokläufern, einer Frau und einem Mann. „Es fielen 3 Schüsse. Ein Verletzter und ein Toter waren es. Und einer soll auf der Flucht sein.“

Zwei Fotos wurden mitgeschickt.

AMOK neu

Auf dem einen (oben) sieht man einen Mann von hinten breitbeinig an einem Einsatzwagen stehen. Was aussieht wie eine Verhaftung, kann MK-Polizeisprecher Marcel Dilling auf einen Blick erklären: „Das ist ein SEK-Beamter, der sich gerade umzieht.“

Das zweite Foto, das wir aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht veröffentlichen, zeigt ein Klassenzimmer, in dem zwei SEK-Beamte augenscheinlich gerade eine Durchsuchung durchführen. Zwei junge Männer sind mit auf dem Bild zu sehen (Schüler?), deren Rucksäcke sich die SEK-Männer offenbar gerade vornehmen.

Von Personenkontrollen stand zwar nichts im Abschlussbericht der Dortmunder Polizei am gestrigen Abend. Jedoch wurde darauf hingewiesen, dass die Schule durchsucht worden sei, und offenbar fielen darunter auch Personenkontrollen. Marcel Dilling will und kann die Arbeit der Dortmunder Kollegen nicht bewerten. Er unterstreicht, dass das enorme Aufgebot an Polizei inkl. Hubschraubern trotz schnell vermuteten Fehlalarms begründet war.

„Die Polizei muss ganz sicher sein, dass in der Schule wirklich keine Gefahr besteht.“ Selbst wenn jemand explizit gesteht, er habe den Alarm versehentlich ausgelöst, könne ein solcher Einsatz nicht mehr abrupt gestoppt werden.

Sehr übel waren für die Angehörigen der Schülerinnen und Schüler drinnen im Kolleg die erschreckenden Gerüchte in den sozialen Netzwerken, in denen sogar von vier Toten die Rede war. Nein, beschließt Polizeisprecher Marcel Dilling dieses Thema: „Es gibt weder einen Amokläufer, noch gibt es Amok-Opfer.“ Rabenschwarz sarkastisch ausgedrückt: Die Behörden haben hier buchstäblich keine Leiche im Keller.

Kommentare (17)

  • Heiko Blitz via Facebook

    |

    kein Wunder, wenn es nicht nur ein Gerücht in den Netzwerken sondern auch im Radio war 😉

    Antworten

    • Rundblick Unna via Facebook

      |

      Ja, das Gerücht fand seinen Weg ins Radio aber offenbar aus den Netzwerken heraus… 😉 Wir wussten hier am späten Abend auch nicht mehr, was wir jetzt glauben sollten und was nicht. Braucht man nicht täglich, sowas.

      Antworten

    • Heiko Blitz via Facebook

      |

      Nicht gut

      Antworten

    • Rundblick Unna via Facebook

      |

      Gar nicht gut!!!

      Antworten

    • Rundblick Unna via Facebook

      |

      … aber mal ernsthaft! Wie soll die Polizei denn bitte verletzte oder gar tote! Schüler oder Lehrer geheimhalten??

      Antworten

    • Heiko Blitz via Facebook

      |

      gar nicht…. nur wundert mich das Chaos dann nicht, wenn die im Radio ungeprüfte Infos weitergeben… die meisten halten solche Meldung vom Radio dann auch für seriös….

      Antworten

    • Rundblick Unna via Facebook

      |

      Natürlich, umso fataler ist das. Selbst wenn der Radiosprecher korrekt formuliert: „… in den Netzwerken gab es Meldungen über Tote und Verletzte“, bleiben wohl zahlreichen Hörern nur zwei Worte im Gedächtnis: „Tote und Verletzte“. Und schon wird das Fake zur Wahrheit!

      Antworten

    • Heiko Blitz via Facebook

      |

      wenn es so war…. das kann ich nicht beurteilen, da ich es persönlich nicht gehört habe…. wie auch immer…. lieber Fehlalarm als wirklich was….

      Antworten

  • Anja Seißer via Facebook

    |

    Oh man…. 🙈🙈🙈

    Antworten

  • Silke Krüger via Facebook

    |

    da sieht man mal das diese immense Schnelligkeit der Informationen und deren Verbreitung auch zu einem Fluch werden kann.

    Antworten

  • Barbara Sahl via Facebook

    |

    ….das hat mit dummen Jungen Streich wahrlich nix mehr zu tun….

    Antworten

  • Helmut Brune

    |

    Es passiert ja des Öfteren, daß Berichte in den sozialen Medien hochgespielt werden und anfangen ein eigenes Leben zu führen.

    Antworten

  • Mike

    |

    Fake News dank Facebook, das selbst ein Radio auf sowas reinfällt ist äusserst bedenklich und weitab von jedem seriösen Journalismus.

    Antworten

  • Christiane Kramer via Facebook

    |

    Na ja, einen bitteren Beigeschmack hat die Sache schon….das es Tote oder Verletzte gab und dies verschwiegen wird, glaube ich auch nicht! Aber vielleicht gab es zumindest einen schweren Verdacht, welcher zum auslösen des Alarm führte ??? Es fällt auch mir schon schwer an einen einfachen Fehlalarm zu glauben…???

    Antworten

Kommentieren