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Polizei stoppt 2 Busse mit Dortmunder Hooligans auf der Autobahn

Sieben Tage nach den Gewalteskalationen rund ums BVB-Heimspiel gegen RB Leipzig hat die Südhessener Polizei gestern mögliche erneute Krawalle verhindert. Sie zog vor dem Auswärtsspiel in Darmstadt zwei Busse mit Dortmunder „Problemfans“ aus dem Verkehr, rund 90 Mitglieder der Ultra-Gruppen „0231 Riot“ und „Northside“.

Das berichtete am Samstag das Polizeipräsidium Südhessen. Bei den sogenannten Fans wurden Pyrotechnik, Schlagwaffen, Kampfsporthandschuhe und Vermummungsgegenstände sicher gestellt.

Schon frühzeitig vor dem Fußballspiel SV Darmstadt 98 gegen Dortmund hatte die Polizei Hinweise erlangt, dass die Fans in den beiden Bussen Pyrotechnik dabei haben sollten. Bei der Kontrolle der Busse der Nähe von Gießen „wurde schnell deutlich, dass die Insassen wegen eines anderen Vorhabens nach Darmstadt wollten, als das Fußballspiel friedlich im Stadion zu verfolgen“, formuliert die Südhessener Polizei unzweideutig.

Im Rahmen der Kontrolle konnten zahlreiche Pyrotechnik, Kampfsporthandschuhe, Sturmhauben, Schmerzmittel, Wechselkleidung, Drogen und auch Darmstadt-Banner aufgefunden und sichergestellt werden, nahezu allesamt Gegenstände, die nach Erfahrung der Polizei für Ausschreitungen und Randale genutzt werden. Einige der Insassen waren bereits wegen Ausschreitungen in Zusammenhang mit Fußballspielen aufgefallen.

Aufgrund des Kontrollergebnisses konnten die rund 90 Problemfans aus Dortmund ihre Fahrt nach Darmstadt nicht fortsetzen. Sie wurden zur Verhinderung weiterer Straftaten direkt zurück zur Landesgrenze begleitet.

Die Fans von RB Leipizig ihrerseits reagierten am Samstag auf die Schmähplakate in Dortmund in der Woche zuvor mit ihrer eigenen Aktion: „Die Fankurve war vor dem Heimspiel gegen Hamburger SV übersät mit Transparenten, die sich gegen Gewalt aussprachen“, schildert die WELT.

Unterdessen wächst die von BVB-Fans gegründete Facebookgruppe gegen Gewalt (wir berichtete) stündlich um neue Mitglieder an – querbeet durch die Bundesliga sind Vereine vertreten.

Kommentare (1)

  • Micha

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    Gute Arbeit🖒das Vorgehen gegen solche Typen Mensch,sollte härter ausfallen.

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