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Polizei nimmt Drogendealer in Unna fest

Ein Teil des Drogenfundes. Foto: Polizei Hagen

Ein Teil des Drogenfundes. Foto: Polizei Hagen

Die Polizei hat der Drogenszene in Nordrhein-Westfalen einen massiven Schlag versetzt und einen Drogendealer in Unna festgenommen: Insgesamt hat die vermutlich über die Landesgrenzen hinaus agierende Bande einen Umsatz von rund 250 000 Euro mit Ecstasy gemacht.

Wie die Polizeibehörde nun bekannt gegeben hat, ermittelten die Kollegen aus Hagen seit mehreren Wochen gegen eine überregionale Tätergruppe. Mittendrin ein Verdächtiger aus Unna. Am 2. Juli haben die Beamten nun gleichzeitig an mehreren Orten zugeschlagen und neben dem Verdächtigen aus Unna am Dienstag, 2. Juli, sieben mutmaßliche Dealer aus Essen, Herten, Velbert und dem Ennepe-Ruhr-Kreis festgenommen.

Geschäfte über das Internet abgewickelt.

[col3]Heise.de berichtet von einem weiteren Schlag gegen Drogenhändler im Internet. Dort gingen die Täter mindestens ähnlich zu Werke: Sie agierten im sogenannten Darknet. Dieses „dunkle Internet“ funktioniert ähnlich wie unser Netz, verbindet jedoch nur Nutzer, die eingeladen worden sind. geschützt wird das Netzwerk durch weitere technische Vorkehrungen, die der Polizei das Arbeiten schwer gemacht hat – wie sie auch selber zugaben. Denn nur wer von dem Netzwerk weiß, kann es überhaupt finden, eine Suchmaschine zum Auffinden der Netzwerke gibt es nicht. [/col3]Verkäufer und Täter trafen sich in abgeschotteten Internetforen (siehe Kasten). Dort bezahlten sie mit der Internetwährung Bitcoins, die Ware ging dann per Post zum Empfänger. Dieser konspirative Handel habe die Polizei nur mit erheblichen technischen Mittel und umfangreichen konspirativen Überwachungsmaßnahmen aufdecken können.

Derzeit geht die Polizei von aus, dass die Täter rund 65 000 Ecstasy-Pillen verkauft haben. Der Marktwert betrage etwa 250 000 Euro. Beim Zugriff am vergangenen Dienstag stellten die Polizisten 14 000 Euro Bargeld sicher, Handelsutensilien und kleinere Drogenmengen. Zudem beschlagnahmten die Polizisten Computer mit Datenträgern wie Festplatten, USB-Sticks und CDs, um eventuell weitere Straftaten aufdecken zu können.

Sturmgewehr und Cannabisplantage gefunden

Noch am gleichen Vormittag griffen die Beamten auch in Fulda, Worms, Weilheim und Wittlich zu. Auch dort fanden die Polizisten kleinere Drogenmengen, aber auch en Sturmgewehr und eine Cannabisplantage. Die Festgenommenen zeigten sich weitestgehend geständig, bestätigten den Ermittlungsstand und trugen mit ihren Aussagen zur weiteren Aufhellung bei. In weiten Teilen bestätigten sich die bisherigen Ermittlungsergebnisse und die Erkenntnisse über den Handel einer großen Zahl von Ecstasy-Pillen.

Weitere 11 000 Pillen in Wickede

Noch an diesem Tag führten Folgeermittlungen die Kripobeamten nach Wickede a. d. R. zu einem weiteren bislang unbekannten Mittäter. Eine Wohnungsdurchsuchung führte hier zur Sicherstellung von mehr als 11.000 Ecstasytabletten im Wert von über 40.000 Euro und zahlreichen weiteren Beweismitteln, die den umfangreichen Handel belegten.

Der 28-jährige Mann und seine gleichaltrige Lebensgefährtin wurden vorläufig festgenommen. Während die Frau später den Heimweg antreten konnte, hat ein Haftrichter für den 28-Jährigen Untersuchungshaft angeordnet. Auch der jüngste der erstgenannten acht Tatverdächtigen war dem Haftrichter vorgeführt, auf dessen Anordnung aber gegen Auflagen wieder entlassen worden.

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