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Polizei: Serienweise Pkw-Aufbrüche durch vermutlich osteuropäische Banden – Autos werden oft verwüstet

Elf Autos wurden bereits im März im Stadtgebiet Unna aufgebrochen, in allen Fällen montierten die Täter fest eingebaute Navigationsgeräte aus – und meist traf es die Pkw-Marken BMW und Mercedes (Rundblick berichtete). Heute berichtet die Dortmunder Polizei von einer praktisch identischen Serie auf ihrem Gebiet (mit Dortmund und Lünen): Auch hier sind die Autoaufbrüche seit Märzbeginn sprunghaft in die Höhe geschnellt, und auch hier waren fast ausschließlich BMW, Mercedes und VW betroffen. Oft werden neben den Navis auch weitere Zubehörteile wie Multifunktions-Lenkräder, Airbags und Xenon-Scheinwerfer geklaut.

Die Schadenshöhe liegt bei mehreren tausend Euro – pro Fahrzeug: Denn die Täter lassen das Fahrzeuginnere oft regelrecht verwüstet zurück: Oben das Beispielfoto eines  betroffenen Fahrzeugs.

Elf Autobrüche wie geschildert allein im März in Unna, 95 Navis wurden im Bereich des Polizeipräsidiums Dortmund gestohlen (der Lünen mit einschließt).

Polizeiliche Erfahrungen zeigen: Diebstähle dieser Art werden überwiegend von osteuropäischen Diebesbanden begangen, die gezielt hochwertige Fahrzeuge angehen. Deren Ersatzteile sind auf dem Schwarzmarkt besonders gefragt. Den Tätern reichen oft wenige Minuten. In den meisten Fällen schlagen sie eine Seitenscheibe ein und lösen die Verschraubung des Navigationsgerätes in kürzester Zeit mit einem Akkuschrauber.

Die Täter gehen nachts und im Schutz der Dunkelheit in Wohngebieten mehrere Fahrzeuge an. In Unna geschah das z. B. in Billmerich. In der Gartenstadt Süd in Dortmund wurden heute Nacht gleich zehn Fahrzeuge geknackt.

In vielen Fällen werden Fahrzeuge in Abständen von zwei bis vier Monaten wiederholt angegangen. So gibt es einzelne Fahrzeuge, die innerhalb von zwei Jahren bis zu sechs Mal aufgebrochen wurden.

Die Polizei empfiehlt in diesem Zusammenhang:

Stellen Sie hochwertige Fahrzeuge der genannten Marken möglichst in verschlossenen Garagen ab.

Sollte das nicht möglich sein, so stellen Sie das Fahrzeug an einer hell beleuchteten Stelle ab.

Seien Sie ein wachsamer Nachbar: Melden Sie der Polizei über den Notruf 110 sofort verdächtige Personen, die nachts durch Wohngebiete streifen und in Fahrzeuge schauen. Machen Sie jedoch nicht auf sich aufmerksam. Beobachten Sie die Personen verdeckt und geben Sie die genaue Position an. Geben Sie zudem eine möglichst genaue Personenbeschreibung ab.

Melden Sie verdächtige Fahrzeuge und notieren Sie sich die Kennzeichen.

Zeugenhinweise an jede andere Polizeidienststelle.

Kommentare (3)

  • Helmut Brune

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    Da lohnt sich die Anschaffung von Überwachungskamera’s eigentlich. Bei herumziehenden Banden ist das natürlich keine Garantie aber es könnte der Polizei helfen um die Täter zu ermitteln.

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  • Franz-Josef Bals via Facebook

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    Fachkräfte!

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  • Petter Uhlenbusch

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    Diese „Kärtchenverteiler“ und „Klüngelskerle“ sind mir auch nich ganz koscher. Früher saß auf der Schrottsammelkarre noch „Fritz“ oder „Karl“. Heute sitzt „Osama“ am Lenkrad und kann schon mal berichten wo denn lohnende Beute steht. Ist ja nur so ein Gedanke von mir, aber ich meine das die Jungs bestens informiert sind und sich unauffällig selbst durch kleine Privat-Strassen bewegen können. Davon abgesehen gehen mir die „Visitenkarten“ der Export-Händler mächtig auf den Nerv. Die schrecken auch nicht vor Privat-Einfahrten zurück. Dreist fine ich das!

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