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Platz 11 für Lukas Liß

Nicht nur im Fußball gibt es fragwürdige, unsportliche Entscheidungen. Dies musste Lucas Liß bei seiner Europameister-Titelverteidigung im niederländischen Apeldoorn am letzten Wochenende erleben.

Im Omnium, dem Sechsampf der Radsportler, ist das Rundenrekordfahren die erste Disziplin. Eine Parade Disziplin von Lucas, der bei allen seinen bisher internationalen Rennen hier die besten Voraussetzungen für die weiteren fünf Rennen schaffte. So auch in Apeldoorn. Mit seiner Zeit von 13.46 brachte er sich unter den 20 Qualifizierten Startern mit Rang drei in eine hervorragende Ausgangsposition.

Auf der großen Anzeige-Tafel, hier lief die Uhr mit, wurde er als Dritter klassifiziert. Nach einer zweistündigen Pause ging es dann weiter. Hier kam dann für Lucas der „Schock“. Im offiziellen Ergebnis stand er auf Platz 10 und hatte damit alle Chancen auf eine Titelverteidigung vertan. Die Jury bestand auf diese Platzierung und Lucas wollte schon enttäuscht abreisen.

Dennoch machte er weiter und konnte in den folgenden Rennen, völlig enttäuscht, nicht mehr sein „Können“ beweisen. Erst am nächsten Tag hatte er sich wieder gefangen und zeigte wieder seine große Klasse. Die sechste Disziplin, das 1000-Meter-Zeitfahren, sah dann den „alten“ Lucas, der nur mit 2/10-Rückstand hinter dem Briten Harrison kam er auf den zweiten Platz und verwies den mehrfachen Weltmeister und neuen  Viktor Manakov (Rus) auf den dritten Platz. Mit dieser Leistung baute er sich seine Moral wieder auf und hofft in der kommenden Woche bei Weltcup in Manchester (GBR) wieder seine alte Form zu finden. Mit dem elften Platz in der Europameisterschaft wurde er klar unter „Wert“ geschlagen.

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