Rundblick-Unna » Plakat angekokelt: Massenevakuierung der Lindenbrauerei bei drei Events gleichzeitig

Plakat angekokelt: Massenevakuierung der Lindenbrauerei bei drei Events gleichzeitig

Ein angekokeltes Plakat im Brauereikeller sorgte am Samstagabend für eine Massenevakuierung der Lindenbrauerei.

Massen strömten wahrlich beim schrillen Getöse des Feueralarms um 2o.40 Uhr aus dem Industriegebäude: Denn ausgerechnet an diesem Abend war das Kulturzentrum buchstäblich bis zum Dach ausgebucht und rappelvoll mit Musik- und Theaterfans.

Drei Events gleichzeitig hatten haufenweise  Fans in die „Linde“ gelockt: Die ausverkaufte Tanztheater-Premiere „So this is love“ des Theaters Narrenschiff traf mit dem Jugendmagneten TONFest zusammen, und droben im Atelier drängten sich obendrein die Clapton-Anhänger bei einem ebenfalls rappelvollen Special der  Unnaer Musiker „Voices of town“ um Tom Quast.

20135273cm

Noch mehr Publikum ging also kaum noch – und da musste ausgerechnet um 20.40 Uhr der ohrenschmerzend durchdringende Feueralarm dazwischenfahren. Während die Fans von Eric Clapton bereits das Atelier räumten, hockte das Narrenschiff-Publikum noch völlig arglos in seinen weichen Polstersesseln: Mindesten eine volle Minute lang dachten alle – mit leichtem Amüsement – , das schrille Heulen gehöre zum Stück. Man kennt solche eigenwilligen Versatzstücke ja von Regietalent André Decker, und skurrilerweise passte der Sirenenalarm dramaturgisch perfekt zur gerade getanzten und gespielten Szene: In dem Moment, als er losheulte, griffen gerade drei Mädels in 50er Jahre-Blumenkleidern ihren männliche Gegenüber gezielt in eine gewisse Körperregion…

Und sogar als André Decker mit ernster, bedauernder Miene vor sein Publikum trat und alle bat: „Wir haben einen Feueralarm. Tur mir leid, wir müssen alle raus“, selbst da tuschelten sich einige Besucher immer noch glucksend zu: „Das gehört zum Stück! Originelle Einlage!“

Für die in Wahrheit wenig originelle Einlage waren irgendwelche Spaßvögel verantwortlich, die in Keller des Kulturzentrums ein Plakat angefackelt hatten. Hunderte Besucher der Lindenbrauerei strömten die Eisentreppen hinunter und versammelten sich auf dem Platz der Kulturen und auf der Massener Straße.

20135311st 20135310kj

Die Feuerwehr, die mit sechs Einsatzwagen inklusive Drehleiter  anrückte, hatte die Ursache für den beißenden Qualmgeruch im Gebäude schnell gefunden. Dennoch dauerte es mehr als eine Dreiviertelstunde, bis sich alle Besucher der drei Veranstaltungen wieder auf ihren Plätzen sortiert hatten und die Events weitergehen konnten.

Die genaue Brandursache wird jetzt ermittelt, ebenso wie hoffentlich die selbst ernannten Spaßvögel erwischt werden, die diesen Aufwand verursacht haben.

20135225uw 20135226td 20135248jc 20135249bt 20135250gm 20135274zi 20135309jg

 

Kommentieren