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Personelle Verstärkung für Landesstelle, aber weiterhin kein Termin für Bürgerversammlung

Bis zu 800 Flüchtlinge sind derzeit in der Landesstelle Massen untergebracht. Deshalb bekommt die Einrichtung ab Sommer personelle Verstärkung.
Über 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreises Unna und des Bundes sollen mithelfen, die unverändert hohe Zahl an Flüchtlingen besser zu koordinieren und ihre Weiterverteilung auf andere Einrichtungen zu organisieren. Wie Antenne Unna heute berichtet, plant der Kreis quasi eine „Außenstelle des Ausländeramtes“ in der Landesstelle einzurichten. Damit würde sie zu einer „Erstaufnahmeeinrichtung neuen Typs“. Die Personalkosten übernimmt komplett das Land. Aufgabe der neuen Mitarbeiter wird sein, die ankommenden Flüchtlinge zu empfangen und die notwendigen ärztlichen Untersuchungen einzuleiten. Die Zustimmung des Kreistags im März gilt als sicher.
Weiterhin keinen konkreten Termin kann die Stadt Unna derweil für die angekündigte Bürgerversammlung zur Landesstelle in Massen nennen. Stadtsprecherin Katja Sahmel teilte auf Anfrage mit, dass die Bezirksregierung zunächst einen Runden Tisch organisieren wird, an dem Vertreter von Stadt, Land NRW, Hochschule und Politik teilnehmen sollen. Bei diesem Gesprächskreis wird auch der geplante Zaun/Erdwall ein Thema sein, der nach den bisherigen Plänen die Flüchtlingsunterkünfte von dem Campus-Gelände trennen sollte.
Landesstelle Zaun Grafik

Die Skizze der Trennanlage durch die Landesstelle, wie sie der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zur Wiedernutzung als Flüchtlingsunterkunft beigefügt ist.

Nach massiven Protesten aus der Politik (Grüne) und Anwohnern der Landesstelle versprach Bürgermeister Werner Kolter Ende Januar beim Neujahrsempfang der Grünen, er werde eine „eine Lösung weit unterhalb eines Zauns“ suchen und finden. Gemeinsam muss er das mit dem Land NRW tun, mit dem die Stadt die öffentlich-rechtliche Vereinbarung für die Wiedernutzung der Landesstelle als Flüchtlingsunterbringung getroffen hat; festgeschrieben bis zum Jahr 2025. Paragrafisch fixierter Bestandteil dieses Vertragswerks war auch die Trennanlage mit bis zu 2 Meter hohem Zaun. Die Hochschule hält sich zu dem Thema Zaun und überhaupt zur Landesstelle bedeckt, verweist auf die verantwortlichen Vertragspartner: das seien das Land NRW und die Stadt Unna, mit der man in diesen Fragen in bestem Einvernehmen stehe.

Die Bürgerversammlung für die Massener Bewohner soll als weiterer Schritt nach dem Runden Tisch folgen, skizziert Katja Sahmel den Zeitplan.

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