Rundblick-Unna » Per Funk Vorfahrt für Busse: Bringt neue Ampelschaltung auf dem Ring Tempo 30 durch die Hintertür?

Per Funk Vorfahrt für Busse: Bringt neue Ampelschaltung auf dem Ring Tempo 30 durch die Hintertür?

Orangene Kabel ziehen sich an der Morgenstraßenkreuzung quer über den Verkehrsring, Signalanlagen tragen orangene Baustellenmaskierungen. Hier waren am Freitag die Vorbereitungen für die neue Bedarfsschaltung der Ampeln auf dem Verkehrsring zu besichtigen.

Denn der Landesbetrieb Straßen.NRW will den ÖPNV-Fluss auf Unnas Hauptverkehrsachsen optimieren. Grüne Welle für Busse lautet die Parole: Per Funk steuern die Busfahrer der VKU die Grünphasen der Ampeln auf ihrer Strecke.

Ampeln Verkehrsring

Entlang der Friedrich-Ebert-, Kamener- und Unnaer Straße sind die Signalanlagen bereits entsprechend umgerüstet. Fußgänger merken das an teilweise nervtötend langen Wartezeiten beim Straßenüberqueren: Sprang z. B. die Fußgängerampel an Friedrich-Ebert-/Luisenstraße zuvor in Rekordzeit auf Grün – binnen Sekunden – so beträgt die Wartezeit jetzt bis zu anderthalb Minuten. Je nachdem eben, ob ein Busfahrer gerade per Funk für sich Grünlicht angefordert hat. Dann müssen Fußgänger eben diese Grünphase abwarten.

Jetzt also das gleiche auf dem Verkehrsring. Die “grüne Welle für den ÖPNV” bedeutet, dass die Buspassagiere pünktlicher ans Ziel kommen; sie bedeutet überdies weiter grüne Welle auf dem Ring für alle, die dort herumfahren – sofern sie so schnell bzw. so langsam wie die Busse fahren. Und da  Omnibusse meist mit (deutlich) weniger als 50 km/h  über den Ring rollen (Ausnahmen bestätigen die Regel), würde durch die Ampelneuschaltung möglicherweise Tempo 30 auf dem Verkehrsring durch die Hintertür eingeführt: Ausgerechnet, Ironie des Zufalls, durch dieselbe Landesbehörde, die der Stadt just in dieser Woche generell Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen verboten hat.

Kommentare (10)

  • Marco Ewald via Facebook

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    Eine Sache,die kein Mensch brauch.

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  • Maxim De via Facebook

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    Bis man selber mal mit dem Bus fährt und von weiteren öffentlichen Verkehrsmitteln abhängig ist

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  • Tina Vajnberger via Facebook

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    Roland Van de Berger-Dj

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  • Petra Hösel via Facebook

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  • Fürst

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    …absoluter Mist. „… Sache,die kein Mensch braucht.“

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  • Helmut Brune

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    Man gewöhnt sich daran. Hier in Enschede sind neben der Funksteuerung de Ampeln auch spezielle Busbahnen angelegt worden, wobei die Straßen 3 Fahrstreifen haben. Der Mittlere ligt erhöht und ist als Busbahn gekennzeichnet. Neben Bussen, darf dieser Streifen auch durch die Rettungskräfte sowie Taxi’s genutzt werden. Es muß gesagt werden, daß es sich auf den Verkehrsdurchfluß positiv ausgewirkt hat.

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  • Jens Boenigk via Facebook

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    Vielleicht wäre es auch mal hilfreich ein paar Ampeln in Unna mit Annäherungskontakten auszustatten. Es ist nämlich ziemlich nervend wenn auf keiner der anderen Spuren jemand steht und die Ampel trotzdem auf Rot steht. Aber flüssige Verkehrsleitung war noch nie das Ding der Stadt Unna.

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  • Sascha Krieg

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    Da gebe ich dir vollkommen recht, Jens Boenigk! Ein Anforderungskontakt wäre 1000 mal Sinnvoller, als an einer leeren Kreuzung stehen bleiben zu müssen, weil die Ampel mal wieder 2 Minuten rot zeigt.Das einzigste, was das bringt, sind dem Autofahrer überhöhte Spritkosten zu bescheren!!!

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  • Jama To via Facebook

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    In vielen Städten gilt automatisch Vorfahrt für Offentliche Straßenverkehr. Deutschland ist ein von wenigen Ländern wo das nicht gilt! Wenn wir nicht immer drängen und fünf Minuten eher von Zuhause los geht würden braucht man solche Ampel auch nicht.

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