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Pendler parken für die Radstation

Am Bahnhof zahlen Unnas motorisierte Pendler künftig für den Erhalt der Radstation mit. Eine üppige Mehrheit aus SPD, CDU und GAL beschloss im Hauptausschuss zehn Euro Parkgebühr im Monat für die „Park and ride“- Anlage mit ihren insgesamt 110 Stellflächen. Diese Summe fließt der AWO-Tochter DasDiesService zu, die für den weiteren Servicebetrieb der Fahrradstation 12 500 Euro im Jahr benötigt.
Die SPD argumentiert vehement für eine Aufrechterhaltung der Serviceleistungen für Radler, während die FDP den kompletten Service am liebsten eingestampft hätte. Die Liberale fanden sich damit in einer originellen Konstellation mit den Piraten in einem Boot, während die Freie Liste Unna – FLU – Ja sagt zu Zuschüssen, aber Nein zum Kassieren beim Auto- und Bahnfahrer. Die nun komfortable Mehrheit für moderate Parkgebühren bedient – abgesehen von den Zinsersparnissen – auch das Gerechtigkeitsgefühl überzeugter Pedalritter: Sie schafft nämlich einen Ausgleich zur stattlichen städtischen Förderung des Autoverkehrs in Form von sechsstelliger Jahreszuschüsse für die Parkhäuser. (sia)

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